Krimi in Weilheim endet mit Unentschieden

 

 

Es war ein richtig spannender Krimi, den die beiden Landesliga-Teams des SV Weilheim und des VfL Herrenberg am vergangenen Samstag ablieferten. Vier Stunden lang währte das Kellerduell, das in einer dramatischen Schlussphase seinem Höhepunkt zusteuerte: Am Ende wurden beim 8:8 die Punkte geteilt. Für ein weiteres Team auf Verbandsebene gab es mehr Grund zur Freude: Die U18-Jungs wurden ihrer Favoritenrolle beim 6:2 gegen den TSV Herrlingen II gerecht.

Das war nichts für schwache Nerven. Mit dem Ziel, beim Abstiegskonkurrenten beide Zähler zu entführen, ging die VfL-Erste in die Partie gegen die Tübinger Vorstädter. Die Weilheimer setzten zum vierten Mal in dieser Saison ihren Spitzenspieler Jens Schaake ein, traten somit - genau wie der VfL mit Thomas Roll und Edgar Jüngling - in Bestbesetzung an. In den Einzeln machte sich dies zuerst einmal nicht bemerkbar, lediglich Max Hering holte im ersten Durchgang Zählbares für den VfL. Mit 3:6 schon gehörig im Hintertreffen, wechselten die Herrenberger auf die Überholspur. Martin Gerlach gewann in vier Sätzen gegen Schaake und Thomas Roll hatte gegen Abwehr-Oldie Hans Birnbacher viel Zeit und dadurch überhaupt keine Probleme. Dann erreichte die Spannung ihren Siedepunkt: Vier weitere Einzel gingen über die volle Fünfsatz-Distanz - und drei Mal verbuchte der VfL durch Edgar Jüngling, Georg Gerlach und erneut Max Hering das bessere Ende für sich. Die Wende war geschafft, bei einer Herrenberger 8:7-Führung war plötzlich wieder der Gesamtsieg drin. Doch das Paradedoppel des VfL mit Thomas Roll und Martin Gerlach fand beim 8:11, 10:12 und 6:11 gegen Groner/Trescher irgendwie nicht die richtigen Mittel. So kam es zur redlichen Punkteteilung. Die Situation beim VfL hat sich dadurch weder verschlechtert noch verbessert, auch weiterhin muss man im Abstiegskampf auf der Hut sein. In der Vorrunde stehen noch zwei Partien gegen Nusplingen und Schlusslicht Kusterdingen auf dem Programm, zumindest zwei Zähler sollten hier noch auf der Habenseite verbucht werden.
Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Roll - Schaake 11:7, 7:11, 6:11, 7:11; M. Gerlach - Birnbacher 8:11, 11:7, 9:11, 11:6, 5:11; M. Gerlach - Schaake 11:8, 5:11, 11:9, 11:9; Roll - Birnbacher 11:3, 11:6, 11:3.

Richtig prekär stellt sich die Lage inzwischen bei den Bezirksliga-Herren dar. Nicht nur, weil es beim 2:9 gegen Schönmünzach eine Niederlage setzte, sondern auch, weil die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf am Spieltag fleißig punktete und die rote Laterne nunmehr im Besitz der VfL-Zweiten ist. Beim Tabellenführer und Herbstmeister aus dem Baiersbronner Stadtteil war erwartungsgemäß nichts drin, schon nach dem 0:3 aus den Doppeln sahen die Herrenberger die Felle davonschwimmen. Christian Götzner gegen Schönmünzachs Neuzugang Michael Kocheisen und Horst Grünewald gegen Florian Schillinger holten die Ehrenpunkte bei der deutlichen Auswärtsniederlage.
Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Kugler - Frey 9:11, 7:11, 6:11; Götzner - Kocheisen 11:8, 9:11, 12:10, 11:4; Götzner - Frey 9:11, 12:10, 8:11, 12:14; Kugler - Kocheisen 11:5, 6:11, 11:7, 9:11, 7:11.

Nach zuletzt vier Siegen in der Kreisklasse A landeten die VfL-Herren III nun wieder auf dem Boden der Tatsachen. Ohne Jugendtrainer Jan Schmedding setzte es bei der Mötzinger Zweiten eine 5:9-Niederlage. Bis zum Stand von 5:5 gelang es keinem der beiden Gäuteams, sich entscheidend abzusetzen. Stephan Dieterle-Lehmann (2), Sebastian Schuppel, Michael Schrottwieser und das Doppel Schrottwieser/El Haj Ibrahim hatten bis dato auf VfL-Seite gepunktet. Danach setzten die Mötzinger durch Wilfried Baumann, Sebastian Schurer, Klaus Müller und Sven Schurer zum unwiderstehlichen Endspurt an. Der VfL Herrenberg verabschiedete sich für’s Erste von den vorderen Rängen.
Besser lief es im Bezirkspokal gegen denselben Gegner. Christopher Kleinteich, Michael Schrottwieser und Tim Maurer gewannen das Achtelfinale nach spannenden Partien mit 4:3 und zogen in die nächste Runde ein.

Die Herrenberger Damen spielten zum zweiten Mal in dieser Saison Unentschieden, diesmal bei der SpVgg Weil der Stadt. In den Doppel- und Einzelrunden wurden jeweils redlich die Punkte geteilt. Da es auch zu keinem Fünfsatzspiel kam, war das 6:6 die logische Konsequenz. Zumal der VfL mannschaftlich geschlossen auftrat: Monika Hering, Elisabeth Stumpf, Sonja Kugler und Annette Hettler gewannen jeweils ein Einzel.

Die Senioren des VfL verteidigten durch ein recht deutliches 7:2 gegen die SpVgg Renningen die Tabellenführung in der Bezirksklasse. Dabei traten die Renninger mit dem Verbandsklasse-erfahrenen Armin Bozenhardt und Spitzenspieler Stefan Kukulenz an. Die Herrenberger konnten hier jedoch mit Thomas Roll und Edgar Jüngling dagegen halten und waren zudem am hinteren Paarkreuz mit Hans Sebastian und Jürgen Amann qualitativ besser aufgestellt. Nun geht es am 9. Dezember gegen den TSV Gärtringen vermutlich um die Herbstmeisterschaft.

Etwas Glück hatten die U18-Jungs zu Beginn ihrer Partie gegen Verbandsklasse-Schlusslicht TSV Herrlingen II. Trainer Jan Schmedding: „Theoretisch hätten wir mit 0:2 in Rückstand geraten können. Vielleicht haben die Jungs die Partie gegen den Letzten doch etwas auf die leichte Schulter gewonnen.“ Nachdem Jona Kotschner und Piet Herr ihr Doppel trotz eines 0:5-Rückstands im fünften Satz noch gewinnen konnten, kam die Herrenberger Maschinerie so langsam ins Rollen. Jona Kotschner baute mit zwei Einzelsiegen, darunter einem kuriosen Satzgewinn von 24:22 gegen Herrlingens Nummer zwei, seine Vorrundenbilanz auf 13:3 Spiele aus. Philip Peters (2) und Piet Herr mit weiteren Erfolgen machten den letztendlich ungefährdeten 6:2-Sieg perfekt.

Thomas Holzapfel

 

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VfL Herrenberg - Abteilung Tischtennis
Seitenanfang Letzte Änderung am 20 .11.2011 VfL Herrenberg