Herren II mitten im Abstiegskampf

 

 

Alarmstufe rot bei den Bezirksliga-Herren des VfL Herrenberg. Im wichtigen Kellerduell unterlag die zweite Mannschaft des VfL beim TV Calmbach II mit 5:9 - und hat nun mehr denn je das Abstiegsgespenst im Nacken. In weiterhin glänzender Verfassung präsentieren sich hingegen die Verbandsklasse-Jungs: Das 6:2 beim TSV Ertingen bedeutete den dritten Auswärtssieg in Serie.

Ein Bezirksliga-Abstiegsduell beim TV Calmbach II wollte VfL-Kapitän Jochen Kugler in den vergangenen Wochen eigentlich vermeiden. Doch es musste sein: Mit zwei Unentschieden und zwei Niederlagen in der Zwischenbilanz gelang es den Herrenbergern bislang nicht, sich in stressfreiere Zonen der Bezirksliga-Tabelle zu begeben. So galt es nun, bei den ebenfalls gefährdeten, aber für ihre Heimstärke bekannten Calmbachern Farbe zu bekennen. Und beim VfL lief es nicht schlecht: Zwar gewannen nur Christian Götzner und Youngster Jona Kotschner ein Doppel, aber zusammen mit Horst Grünewald zeigten sich die beiden für insgesamt drei Siege im Einzel verantwortlich. Was eine optimistisch anmutende 4:3-Führung zur Folge hatte. Dann jedoch brach das VfL-Team ein, fünf Einzel in Serie gingen an die Gastgeber, die mehr und mehr Oberwasser bekamen. Vor allem deren Spitzenspieler Martin Kern, bis dato ausgestattet mit einer 0:10-Bilanz in den Einzeln, wuchs über sich hinaus und holte gleich zwei Einzelsiege. Allerdings klebte den Herrenbergern zuweilen auch das Pech am Schläger. Nach zwei Fünfsatzkrimis mussten Michael Baier und Jochen Kugler mit jeweils 10:12 im entscheidenden fünften Satz ihren Gegnern gratulieren. Zwei Schlüsselspiele, die den Herrenbergern zurückblickend den sportlichen Knockout versetzten. Zwar setzte sich der nervenstarke Jugendspieler Jona Kotschner durch ein hart umkämpftes 11:9, 11:5, 4:11, 3:11 und 11:9 gegen Eudard Oberbüchler noch einmal stark in Szene, zur Aufholjagd in irgendeiner Form reichte es jedoch nicht mehr. So musste der Bezirksligist aus dem Gäu nach dem 5:9 mit ansehen, wie die Calmbacher in der Tabelle an ihnen vorbei zogen. Mit 2:8 Zählern bleibt die VfL-Zweite weiterhin sieglos im Hintertreffen, blickt erst einmal schweren Wochen entgegen.
Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Kugler - Kern 12:14, 11:9, 6:11, 11:9, 5:11; Götzner - Ottmar 13:11, 11:3, 5:11, 11:6; Götzner - Kern 12:14, 11:6, 6:11, 10:12; Kugler - Ottmar 11:8, 4:11, 11:9, 4:11, 10:12.

Mit zwei Niederlagen starteten die Herren III des VfL in die neue A-Klassen-Saison. Nach dem Abstieg aus der Kreisliga musste man zeitweise weiteres sportliches Unheil befürchten. Doch das neu formierte Team um Kapitän Michael Schrottwieser hat sich mittlerweile gefangen, das 9:6 im Derby beim SV Rohrau II war bereits der vierte Sieg in Serie. Die Herrenberger bewiesen dabei vor allem am hinteren Paarkreuz Stehvermögen, als Michael Schrottwieser und Talal El Haj Ibrahim beim Stand von 7:6 den Herrenberger Gesamtsieg sicherten. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden an den jeweiligen Paarkreuzen redlich die Punkte geteilt. Sebastian Schuppel bestach mit zwei Fünfsatzsiegen am mittleren Paarkreuz. Bei den gastgebenden Rohrauern war Walter Bietsch am vorderen Paarkreuz nicht zu bezwingen.

Schwamm drüber, die Herren IV standen im B-Klassen-Match bei Tabellenführer SpVgg Aidlingen II grundsätzlich auf verlorenem Posten. Die Aidlinger machten Ernst, ließen keinen einzigen Spielgewinn des VfL zu. Für das Team um Kapitän Thomas Schmidt gilt es, die Punkte gegen den Abstieg gegen andere Gegner einzufahren.

Hochzufrieden zeigte sich Jugendtrainer Jan Schmedding nach dem Auftritt seiner U18-Jungs bei den Oberschwaben vom TSV Ertingen. Jona Kotschner, Philip Peters, Piet Herr und Raphael Brakopp knüpften nahtlos an die gezeigten Leistungen der letzten Wochen an. Nur bis zum 2:2 blieb es in Ertingen spannend, dann legte das Herrenberger Nachwuchsquartett eine Schippe drauf und gewann mit 6:2. Im letzten Einzel des Samstag nachmittags war es Philip Peters, der mit 18:16 (!) im fünften Satz gegen Ertingens Nummer zwei Alexander Kraft das bessere Ende für sich verbuchen konnte. In punkto Saisonziel kann Trainer Schmedding nunmehr die zuletzt an den Tag gelegte Bescheidenheit ablegen. Bei 10:2 Punkten ist der VfL hartnäckigster Verfolger von Tabellenführer TSV Herrlingen. Das ursprüngliche Saisonziel Klassenerhalt kann inzwischen beruhigt nach oben korrigiert werden.

Thomas Holzapfel

 

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VfL Herrenberg - Abteilung Tischtennis
Seitenanfang Letzte Änderung am 06.11.2011 VfL Herrenberg