Berichte vom 5. Gäu-Derbytag in Herrenberg |
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Bericht Gäubote (von Sebastian Gödde): Tischtennis: 3:4 und ein Remis - Herrenberg muss sich Gärtringen in der Gesamtbilanz geschlagen geben Familiäre Atmosphäre beim fünften Derbytag Zum nun schon fünften Mal trafen sich die Tischtennis-Cracks des VfL Herrenberg und des TSV Gärtringen zum Derbytag in der Herrenberger Längenholzhalle. Hierbei lag es den Veranstaltern vom VfL Herrenberg besonders am Herzen, eine gemütliche Atmosphäre für alle Beteiligten zu schaffen. Wenn die Tischtennisspieler des VfL Herrenberg ihrem Hobby nachgehen wollen, müssen sie sich zum Training, mehr schlecht als recht in die Albert Schweitzer Schule zwängen. "Seit zehn Jahren wollen wir da raus", berichtet Martin Gerlach. Daher hofft der VfL-Abteilungsleiter auch darauf, dass dem Antrag, in absehbarer Zukunft in der noch zu erstellenden zweiten Markweghalle spielen zu dürfen, stattgegeben wird. Bis dahin wird man sich noch mit den gegebenen Räumlichkeiten begnügen müssen. "Der Derbytag ist einfach eine willkommene Abwechslung und alleine schon durch die vielen Zuschauer ein Riesenerfolg für die beiden Mannschaften aus Herrenberg und Gärtringen." Bei der Bewirtung ergeben sich mehr Möglichkeiten, das Foyer wurde zu manch angeregtem Plausch zwischen den Spielen genutzt. Vor allem viele Angehörige unterstützen die Spieler von den gut gefüllten Zuschauerrängen. Mit großer Spannung wurde das Königs-Spiel des Abends erwartet, in dem die beiden ersten Mannschaften in der Männer-Landesliga aufeinandertrafen. Nachdem sich Gärtringen um Gerd Jäger und Ralph Pfister schon einen komfortablen 4:0-Vorsprung erspielt hatte, drehte der VfL um Jürgen Baier und Thomas Roll das Spiel noch einmal auf 5:4, musste sich dem TSV schlussendlich aber doch knapp mit 7:9 geschlagen geben. Keine Chance ließ der VfL II dem stark ersatzgeschwächten TSV II im Bezirksliga-Match. Insgesamt nur vier Sätze ließen sich die Mannen um Martin Gerlach nehmen und gewannen eindeutig mit 9:0. Die größte Spannung war in der Partie des VfL III gegen den TSV III gegeben, in der die Gärtringer mit einem Sieg noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt in der Kreisliga hätten wahren können. Am Enden hieß es 8:8 - zu wenig für Gärtringen und somit ein Derby weniger im nächsten Jahr. Die VfL-Vierte und die sechste Mannschaft des TSV standen sich im Kellerduell der B-Klasse gegenüber. Das 9:5 für die Gärtringer wird wohl dennoch für den Klassenerhalt nicht mehr reichen. In der Kreisklasse C konnte sich die TSV-Siebte mit 7:4 gegen den VfL V durchsetzen und steht somit auf einem Aufstiegsplatz. Im Match der Bezirksliga-Frauen ließ der TSV Gärtringen III dem VfL Herrenberg keine Chance, am Ende hieß es 1:7 aus Herrenberger Sicht. Die Statistik des VfL wurde durch die Siege der Bezirksliga-Mädchen und der Kreisklasse-Jungen noch ein wenig aufpoliert. Doch was an diesem Abend vor allem zählte, war das gemeinsame Erlebnis zweier Vereine, die sich bemühen, Tischtennis ein wenig publikumsreifer zu gestalten.
Bericht Kreiszeitung (von Simon David): Tischtennis: Hart umkämpfte Spiele beim fünften Gäu-Derbytag zwischen VfL Herrenberg und TSV Gärtringen in der Längenholzhalle Geschenke gibt es keine für die Gastmannschaften Herrenberg - 16 Tischtennisplatten, 82 Spielerinnen und Spieler, 100 Banden: Auch die fünfte Auflage des Gäu-Derbytags in der Herrenberger Längenholzhalle war am Samstag wieder ein Abend der Superlative. Geschenke wurden aber trotz freundschaftlicher Atmosphäre nicht verteilt. Bis kurz vor Mitternacht saßen viele Akteure noch beisammen und feierten. Die einen den Sieg beim Gäu-Derbytag, die anderen die Freundschaft zwischen den Tischtennisabteilungen des VfL Herrenberg und des TSV Gärtringen. Zuvor hatten die Spielerinnen und Spieler allerdings noch an den Platten alles gegeben. Um jeden Punkt, Satz und Sieg wurde erbittert gekämpft. "Da waren richtig interessante Spiele dabei", war Herrenbergs Abteilungsleiter Martin Gerlach, selbst beim 9:0-Sieg der VfL-Zweiten in der Bezirksliga-Begegnung gegen die TSV-Reserve im Einsatz, begeistert. Vor allem die Landesliga-Partie der Männer hatte es Gerlach und den Zuschauern angetan. Am Ende waren 16 Begegnungen nötig, bis der Sieger feststand. Zunächst erwischten die drittplatzierten Gäste einen Traumstart. Alle drei Doppel gingen an den TSV. Auch das erste Einzel gewann Gärtringens Ralph Pfister in vier Sätzen gegen Jürgen Baier - 4:0. Doch dann starteten die Gastgeber eine Serie. Thomas Roll, Horst Grünewald, Elmar Fallscheer, Frank Streubel und Edgar Jüngling drehten mit fünf Siegen in ihren Einzeln die Partie. Auf einmal führte der VfL mit 5:4. Doch weil danach einzig Roll und Jüngling noch ihre Einzel gewannen, im Gegenzug aber Gerd Jäger, Lutz Wolkober, Eberhard Schöffler und Jürgen Bögel siegten, hatte der TSV mit 8:7 die Nase vorn. Thomas Roll und Frank Streubel mussten für den Tabellensiebten also gewinnen, um zumindest ein Remis gegen die Konkurrenz aus Herrenberg zu behaupten. Daraus wurde aber nichts. Nach einem 4:1-Sieg machten Gerd Jäger und Eberhard Schöffler den 9:7-Derbysieg für Gärtringen perfekt, die sich somit vorerst auf den zweiten Platz verbessert hatten. Wenig Mitleid zeigte hingegen das Team des VfL Herrenberg III im Aufeinandertreffen mit dem TSV Gärtringen III. Nur ein Sieg hätte die Gäste auf den Klassenerhalt in der Kreisliga hoffen lassen. "Aber wir haben nichts zu verschenken. Unser Team hat lieber alles versucht", berichtet Gerlach. Am Ende stand daher ein 8:8 zu Buche, womit sich die TSV-Dritte als Absteiger aus der Kreisliga verabschieden kann. Ein Kraftakt waren aber nicht nur viele Spiele, sondern auch die Organisation. So hatte das Organisationsteam bestehend aus Vize-Abteilungsleiter Jochen Kugler und Sonja Kugler sowie Thomas Schmidt alle Hände voll zu tun. Logistik-Chef Schmidt musste beispielsweise per Lastwagen zehn Tischtennisplatten aus der Albert-Schweitzer-Halle, in der der VfL eigentlich seine Heimspiele austrägt, heranschaffen. "Denn um solch eine Mammutveranstaltung durchzuführen, brauchen wir 16 Platten", erklärt Abteilungsleiter Martin Gerlach. Dieser enorme Aufwand sei der Derbytag aber wert, waren sich nach den zahlreichen Spielen sowohl Gastgeber als auch Gäste einig.
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