Herren I in starker Verfassung |
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Recht facettenreich präsentierten sich die Aktiven-Teams der Herrenberger Tischtennis-Abteilung am vergangenen Spieltag. Deutliche Siege, ebensolche klare Niederlagen, aber auch spannende Duelle kennzeichneten den achten Rückrunden-Spieltag. Besonders ins Auge stach der 9:6-Erfolg der Landesliga-Ersten gegen den SV 03 Tübingen. Ihr letztes Heimspiel in
der Albert-Schweitzer-Halle bestritten die Landesliga-Herren des
VfL am Samstagabend gegen den SV Tübingen. Bekanntlich findet dann der
offiziell letzte Heimspieltag am 4. April in der Längenholzhalle statt,
wenn es gilt, beim fünften Gäu-Derby-Tag mit dem TSV Gärtringen die Fahnen
des VfL hoch zu halten. Gegen Tübingen spielte der VfL in Stammbesetzung -
und diese präsentierte sich in starker Verfassung. Zwar hatten die
Unistädter zu Beginn noch leichte Vorteile zu verzeichnen (2:1 in den
Doppeln), aber schon Jürgen Baier deutete im ersten Einzel des Abends an,
dass sich der VfL diesmal mehr wehren würde als beim 4:9 in der Hinrunde.
Bei ‚Jojo’ Baier platzte der Knoten, nach zuletzt fünf Niederlagen am
Landesliga-Spitzenpaarkreuz rang er mit großem Kampfgeist Tübingens Nummer
zwei Bernd Hüttner in fünf Sätzen nieder. Dieser Erfolg war der
Startschuss für eine Herrenberger Erfolgsserie von vier Einzelsiegen in
Serie. Horst Grünewald, Frank Streubel und Edgar Jüngling gewannen jeweils
in vier Sätzen, bei Elmar Fallscheer nahm die Partie gegen Martin Hüttner
schier kein Ende. Im fünften Satz beharkten sich die beiden noch in der
Verlängerung, hüben wie drüben gab es Matchbälle zu verzeichnen. Der
Herrenberger Kapitän hatte beim 17:15 dann das glücklichere Ende zu
verzeichnen. In vier weiteren spannenden Marathonduellen setzten sich im
zweiten Einzeldurchgang Thomas Roll und abermals Elmar Fallscheer durch,
so dass sich der VfL die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ. Der VfL
bejubelte den 9:6-Gesamtsieg, verbesserte sich in der Landesliga mit
nunmehr ausgeglichenem Punktekonto (18:18) auf den sechsten Rang. Die VfL-Zweite,
derzeit Siebter in der Bezirksliga, stand beim ambitionierten TV
Oberhaugstett vor einer unlösbaren Aufgabe, wurde gleich in den Doppeln
überrollt. Der Aufsteiger und Tabellenführer spielte in der heimischen
Neubulacher Sporthalle wie aus einem Guss, ließ gar keine Zweifel über den
Ausgang der Partie aufkommen. Sehr zum Leidwesen des VfL Sindelfingen, der
es - punktgleich mit dem TV Oberhaugstett - gerne gesehen hätte, wenn die
Herrenberger für eine Überraschung gesorgt hätten. Von einem Auswärtscoup
beim Tabellenführer war der VfL indes recht weit entfernt, auch wenn man
die Partie im ersten Einzeldurchgang ausgeglichen gestaltete. Martin
Gerlach (klares 3:0 gegen Schaible), Christian Götzner und Michael Baier
fuhren drei Zähler für ihr Team ein, es waren die einzigen bei der
unvermeidbaren 3:9-Niederlage. Jochen Kugler will mit seinen Mannen in den
restlichen vier Saisonspielen - allesamt gegen Teams in der zweiten
Tabellenhälfte - noch fleißig punkten, um noch den einen oder anderen
Platz gut zu machen. Den Aufstieg in die Bezirksklasse fest machen wollten die Herren I der SpVgg Aidlingen. Dies bekam die Herrenberger Dritte am Samstag zu spüren, die das Kreisliga-Duell nur bis zum 3:4 offen gestaltete. Danach legten die Aidlinger ein unwiderstehliches Tempo vor - und der VfL sah nur noch die Rücklichter. In die Punkteränge bei der 5:9-Niederlage schafften es auf Herrenberger Seite Holger Salmon, Bernd Schäfer, Jan Schmedding, Stephan Dieterle-Lehmann und das Doppel Schäfer/Amann. Die Herren IV standen im Stadtderby beim TSV Kuppingen II (Kreisklasse B-Süd) erwartungsgemäß auf verlorenem Posten. Lediglich Mathias Dibon, Ersatzmann Michael Schrottwieser und das Doppel Talal El Haj Ibrahim/Dibon holten Punkte. Endstand: 9:3 für Kuppingen. Zukünftig trennen sich die Wege der beiden Teams: Kuppingen steigt in die A-Klasse auf, der VfL muss in der C-Klasse fortan kleinere Brötchen backen. Die Herren VI machten in der C-Klasse kurzen Prozess mit Gastgeber TSV Malmsheim III. Martin Bürker, Thomas Schmidt, Werner Hettler und Stephan Ogroske ließen zwar neun Satzgewinne, aber beim 7:0 keinen Spielgewinn zu. Optimal führte sich Neuzugang Stephan Ogroske ein, der in der vergangenen Saison noch beim SV 1923 Nieder-Wöllstadt in der Kreisliga Hessen spielte. Den zweiten Rückrundensieg fuhren die Bezirksklasse-Damen ein. Beim klaren 7:0 gegen die Mädchen von Schlusslicht SpVgg Weil der Stadt II verspürten Elisabeth Stumpf, Sonja Kugler, Kerstin Kinkelin und Annette Hettler nur Gegenwehr in den Doppeln, in den Einzeln wurde hingegen durchgehend in drei Sätzen gewonnen. Am kommenden Wochenende geht es erneut gegen Weil der Stadt, dann gegen deren erste Mannschaft. Da wird sich zeigen, ob das VfL-Quartett das Zeug zum Vizemeister hat. Thomas Holzapfel
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