Punktgewinn in Betzingen |
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Quo vadis VfL Herrenberg? Mit dem Ziel vor Augen, möglichst schnell dem Abstiegskampf zu entgehen, steht der Landesligist inzwischen mit 5:1 Punkten ganz weit vorne in der Tabelle. Dank starker Doppel entführten die Mannen um Kapitän Elmar Fallscheer verdientermaßen einen Zähler aus Betzingen. Negativer fällt hingegen die Zwischenbilanz bei der Bezirksliga-Zweiten aus, auch in Birkenfeld gab es nichts zu holen. Der TSV Betzingen, in
der vergangenen Spielzeit noch in der Verbandsklasse aktiv, hat mit Bernd
Schmid und Michael Schenk zwei der stärksten Landesliga-Spieler in ihren
Reihen. Lediglich Rottenburgs Ekun Abass ist in der Lage, ihnen das Wasser
zu reichen, wie sich beim Rottenburger 9:7-Sensationssieg am Samstag
zeigte. So traf der VfL Herrenberg am Sonntag auf einen
angeschlagenen Gegner, der die Hoffnung auf den Wiederaufstieg für’s Erste
ad acta legen muss. Zumal sich auch das Gäuteam kräftig wehrte. Am
Spitzenpaarkreuz stachen erwartungsgemäß die Betzinger Trümpfe. Thomas
Roll blieb gänzlich ohne Satzgewinn, Jürgen Baier musste sich in jeweils
vier Sätzen den Favoriten geschlagen geben. Doch wie so oft im
Tischtennissport kommt es nicht auf die individuelle Stärke der
Spitzenspieler an, sondern auf die mannschaftliche Geschlossenheit. Und in
diesem Punkt war der VfL durchaus konkurrenzfähig. Bereits in den
Anfangsdoppeln setzten die Herrenberger ein Zeichen, vor allem der
Fünfsatzerfolg von Baier/Fallscheer über Schmid/Ndhlovu war nicht
unbedingt einkalkuliert. Da auch Roll/Streubel und Grünewald/Kugler
punkteten, sahen sich die Reutlinger Vorstädter erst einmal mit 0:3 im
Hintertreffen. Was dem VfL sichtlich Auftrieb gab. Elmar Fallscheer und
Frank Streubel punkteten in Durchgang eins, hielten ihr Team bis zum Stand
von 5:4 in Führung. Diese musste kurzzeitig abgegeben werden, als die
Betzinger ihre nächsten Spiele am Spitzenpaarkreuz für sich entschieden.
Aber Horst Grünewald und Jochen Kugler, der den privat verhinderten Edgar
Jüngling vertrat, sorgten für den Gang ins Schlussdoppel. Frank Streubel
und der wie immer stark im Doppel agierende Thomas Roll gewannen dieses
mit 11:7, 11:8, 10:12 und 11:5 gegen Schmid/Ndhlovu und bewahrten ihr Team
somit vor der ersten Saisonniederlage. Nach dreieinhalb Stunden wurden
redlich die Punkte geteilt. Während sich der VfL diebisch über diesen
Husarenstreich freute, blickt Verbandsklasse-Absteiger auf einen insgesamt
recht verkorksten Doppelspieltag mit 1:3 Punkten zurück. So langsam ins
Hintertreffen geraten Herrenbergs Bezirksliga-Herren, die nach
nunmehr vier Spieltagen punktlos das Tabellenende zieren. Trotz derzeit
nominell stärkster Mannschaft wurde die Partie - ganz im Gegensatz zur
ersten Mannschaft - schon in den Doppeln verkorkst, als es nach jeweils
vier Sätzen drei Niederlagen setzte. Einzig Martin Gerlach war es, der in
den ersten Einzeln einen Herrenberger Erfolg einfuhr, souverän gewann der
Abwehrstratege gegen Thorsten Hofheinz. Kapitän Jochen Kugler: ‚Die Spiele
am mittleren Paarkreuz raubten uns dann den letzten Funken Hoffnung.’ In
zwei hart umkämpften Partien unterlag sowohl Hans Sebastian als auch
Christian Götzner. Sebastian fehlte in der entscheidenden Phase gegen
Julian Bühler das Quäntchen Glück (15:13, 13:15, 7:11, 11:9, 10:12) und
Christian Götzner verlor nach zwischenzeitlicher 2:0-Satzführung gegen
Frank Ehmer noch den Faden. Als auch Holger Salmon und Michael Baier ihre
Partie verloren, war die Entscheidung endgültig zu Gunsten der Enztäler
gefallen. Martin Gerlach und Jochen Kugler betrieben dann zwar noch
Ergebniskosmetik, die deutliche Niederlage von Christian Götzner mit
seinem Ersatzschläger (‚aus unerklärlichen Gründen verlor mein
Haupt-Schläger plötzlich den Griff’) besiegelte die 3:9-Niederlage.
Kugler: ‚Insgeheim hatten wir auf ein ausgeglicheneres Spiel gehofft, aber
zur Zeit läuft so manches gegen uns.’ Kreisliga-Aufsteiger VfL Herrenberg III zeigte sich gut erholt von der deutlichen 1:9-Schlappe gegen Titelfavorit Aidlingen - und drehte nun gegen die junge Böblinger Vierte den Spieß um, gewann mit demselben Ergebnis. Michael Wörner sorgte beim Stand von 8:0 aus Herrenberger Sicht für den Böblinger Anwesenheitsnachweis, als er gegen Thomas Wnuck in vier Sätzen passen musste. Nervenstark zeigte sich vor allem Jan Schmedding, der in Einzel und Doppel in den fünften Satz gehen musste - und jeweils am Ende jubeln durfte. Die Herren IV, auf Grund personeller Probleme nur zu fünft antretend, wehrten sich in ihrem ersten Saisonspiel in der B-Klasse beim TSV Steinenbronn II nach Kräften, konnten die 6:9-Niederlage indes nicht verhindern. Ersatzmann Rachad Mahmoud trat besonders positiv in Erscheinung, er holte gleich drei Zähler. Auch Mathias Dibon blieb in den beiden Einzeln unbesiegt. Als Stammspieler glänzte Rachad Mahmoud auch in der sechsten Mannschaft. Diese durfte beim 7:2 in Dagersheim den zweiten Saisonsieg in der C-Klasse bejubeln, setzte sich dadurch an die Tabellenspitze. Ohne Chance waren die Jungen I im Verbandsklasse-Heimspiel gegen den SV Deuchelried. Beim 0:6 gab es für den Aufsteiger nur drei Satzgewinne zu verzeichnen, zu dominant war das Auftreten des letztjährigen Meisters. Nach nur einer Stunde Spielzeit traten die Gäste wieder die Heimreise an. Thomas Holzapfel
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