Coup gegen Böblingen |
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Wer hätte das gedacht? Ohne zwei Stammspieler gelang Landesligist VfL Herrenberg dennoch der große Coup, Verbandsklasse-Absteiger SV Böblingen I wurde mit 9:5 in die Schranken verwiesen. Erwartungsgemäß nichts zu holen gab es hingegen für die Bezirksliga-Herren, die am Doppelspieltag ihren personellen Aderlass nicht ausgleichen konnten. Martin Gerlach ist
zurück! Dieses erfreuliche Fazit können Herrenbergs Tischtennis-Herren
nach dem vergangenen Wochenende ziehen, nachdem ihr Abteilungschef sowohl
im Landesliga- als auch im Bezirksliga-Team zum Einsatz kam - und das
Maximum von sechs Punkten herausholte. Die Herren I trafen im
Bezirksderby auf eine insgesamt recht junge, hochmotivierte Böblinger
Mannschaft, die nahtlos an ihren 9:2-Erfolg der Vorwoche gegen Bad
Liebenzell II anknüpfen wollten. Doch die Gäste machten die Rechnung ohne
den VfL, der zwar auf seine Stammkräfte Jürgen Baier und Frank Streubel
verzichten musste, mit Martin Gerlach und Christian Götzner aber
landesliga-erfahrenen Ersatz aufbot. Schon der Start verlief
vielversprechend, als das erfahrene Doppel Roll/Gerlach wie in alten
Zeiten aufspielte und in vier Sätzen gegen die Böblinger Youngster
Klyeisen/Kronshage die Oberhand behielt. Auch Elmar Fallscheer und
Christian Götzner sorgten beim 11:5, 11:9, 12:10 gegen Arnold/Edele für
einen wichtigen Zähler. Etwas unglücklich verlief aus Herrenberger Sicht
der Start in den Einzeln. Sowohl Thomas Roll als auch Horst Grünewald
zwangen ihre Kontrahenten Eduard Zweifel und Michael Klyeisen in den
fünften Satz - verloren diesen aber. Auch Edgar Jüngling unterlag gegen
Gerd Arnold in fünf Sätzen. Danach ging aus Herrenberger Sicht jedoch die
Post ab, was die Kreisstädter neidlos anerkennen mussten. Elmar
Fallscheer, Martin Gerlach, Christian Götzner, Thomas Roll und Abwehrhüne
Horst Grünewald brachten ihr Team vorentscheidend mit 7:4 in Führung. Den
einzigen Fünfsatzsieg des VfL besorgte danach Edgar Jüngling, der in einem
nervenaufreibenden Spiel gegen Bezirksjugendwart Carsten Nestele gewann,
Durchgang vier war beim 15:17 dabei besonders spannungsgeladen. Martin
Gerlach, nach überstandenem Achillessehnenriss fast wieder der Alte, blieb
es vorbehalten, gegen Björn Kronshage den Schlusspunkt zum Herrenberger
9:5-Sieg zu setzen. Trotz zweier Niederlagen
für das Bezirksliga-Team fiel die Wochenend-Bilanz von
Mannschaftsführer Jochen Kugler nicht allzu negativ aus: ‚Mit vier
Ersatzspielern war beim SV Glatten erwartungsgemäß nichts zu holen. Vor
allem der Auftritt von Jan Schmedding war sehenswert. Schade, dass er im
fünften Satz mit dem knappsten aller Ergebnisse gegen Erkan Kiris verlor.’
Bei den Schwarzwäldern stand zudem Hans Sebastian dicht vor einem
Punktgewinn, eine 2:0-Satzführung reichte gegen Ralf Fuchs jedoch nicht
aus. So war es Jochen Kugler, der beim 11:9, 6:11, 11:5 und 11:1 über
Roland Hamm den Ehrentreffer zum 1:9 landete. Erich Roob, Michael Schrottwieser, Albert Türk und Günther Baier, diese Aufstellung gibt es beim VfL Herrenberg schon seit vielen Jahren - und auch in dieser Saison gehen die vier VfL-Cracks mit dem großen Zusammengehörigkeitsgefühl wieder gemeinsam an den Start. Der Auftakt in der C-Klasse verlief optimal. Erst gab es ein anstandsloses 7:0 bei der dritten Mannschaft der SpVgg Weil im Schönbuch zu bejubeln, dann mussten auch die Gäste des TSV Malmsheim II beim 7:4 die Stärke des Gegners anerkennen. Der VfL hatte seine Trümpfe dabei insbesondere in den Doppeln ausgespielt. Auch die Herren VI (Kreisklasse C-Nord) mussten gegen Malmsheim ran. Kompromisslos zeigten sich Rachad Mahmoud, Thomas Schmidt, Martin Bürker und Philipp Wörner. Beim 7:0 ließen sie gerade einmal zwei gegnerische Satzgewinne zu. Keinesfalls
Kanonenfutter stellen die U18-Jungs des VfL in der Verbandsklasse
dar. Der Aufsteiger kam dennoch mit leeren Händen aus Oberschwaben zurück.
Bei den SF Schwendi war nach einer 4:2-Führung mehr drin, doch im zweiten
Einzeldurchgang gab es in vier Spielen nur noch einen Satzgewinn zu
verzeichnen. Zuvor hatten Georg Gerlach, Sebastian Schuppel, Tim Sebastian
und das Doppel Schuppel/Sebastian für eine gute Ausgangslage in der Partie
gesorgt. Thomas Holzapfel
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