Abstiegskampf und Spitzenspiel |
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Ganz im Zeichen des Gäuderbys zwischen den Landesligisten aus Herrenberg und Gärtringen steht der vorletzte Spieltag in der nun zu Ende gehenden Hinrunde. Durch die augenblickliche Tabellenkonstellation gewinnt das Derby zwischen dem VfL I und dem TSV II an besonderer Bedeutung. Am Samstag um 18 Uhr ist es soweit: Dann stehen sich in der Herrenberger Albert-Schweitzer-Halle zwei abstiegsgefährdete Kontrahenten gegenüber, die sich in der vorweihnachtlichen Phase gerne noch selbst mit zwei Punkten bescheren würden. Der VfL findet sich nach acht Spieltagen derzeit auf einem Abstiegsplatz wieder, mit 3:13 Punkten wurden die selbst gesteckten Ziele bislang noch nicht erfüllt. Ausschlaggebend für die sportliche Talfahrt des letztjährigen Vizemeisters ist das Fehlen von Abteilungsleiter Martin Gerlach, der aus beruflichen Gründen zuletzt kürzer trat und bislang erst zwei Mal als Herrenberger Nummer eins zum Einsatz kam. Im Abstiegsduell gegen die Gärtringer Zweite ist jedoch damit zu rechnen, dass Martin Gerlach am vorderen Paarkreuz spielt, was den VfL zum klaren Favoriten macht. Erst recht kurzfristig wird sich entscheiden, ob mit Horst Grünewald oder Thomas Roll einer der zuletzt angeschlagenen Spieler pausiert - oder ob es vielleicht doch etwas mit der Bestbesetzung wird. Bei Aufsteiger TSV Gärtringen II, der mit 4:12 Zählern einen Platz vor den Herrenbergern steht, wird Andreas Dannwolf, der zuletzt in Schwenningen pausierte, wieder mit an Bord sein und versuchen, am hinteren Paarkreuz den einen oder anderen Zähler einzufahren. Gespannt sein dürfen die Anhänger beider Teams auf die Spiele am Spitzenpaarkreuz, wenn es für Gärtringens unangefochtene Nummer eins Ralph Pfister darum geht, gegen die routinierten Abwehr-Asse Martin Gerlach und Horst Grünewald zu bestehen. Der Gewinner der Partie geht mit einem psychologischen Vorteil in die im Januar beginnende Rückrunde, der Verlierer überwintert auf einem Abstiegsplatz. Bereits am Freitag starten die Herren III, heißer Titelanwärter in der A-Klasse und bislang verlustpunktfrei, ins Punktspielwochenende und treten um 20 Uhr beim VfL Oberjettingen II an. Der achte Sieg in Folge wird dabei angestrebt. Am Samstag steht dann - sofern die Generalprobe in Jettingen gelingt - das direkte Duell im Kampf um den Herbstmeistertitel gegen den TSV Steinenbronn (16:0 Punkte) an. In der Kreisklasse C-Nord haben auch die Herren VI Heimrecht, im Mittelfeldduell geht es gegen den TSV Eltingen IV.
Exklusiv-Interview mit Mannschaftsführer vor Gäuderby VfL I gegen TSV II Das zweite Gäuderby innerhalb von sieben Tagen ist kein Gewöhnliches. Nachdem die Herren I des VfL Herrenberg vor Wochenfrist gegen die Gärtringer Erste die Segel streichen mussten, geht es nun gegen Aufsteiger TSV Gärtringen II. Unser Mitarbeiter Thomas Holzapfel, selbst in der zweiten Mannschaft des TSV aktiv, unterhielt sich vor dem Derby mit den beiden Mannschaftsführern Elmar Fallscheer (VfL) und Wolfgang Barwig (TSV). Gäubote: Mit welchen Erwartungen seid Ihr in die Saison gegangen? Elmar Fallscheer: Unser Ziel war ein Platz im gesicherten Mittelfeld. Wir wollten möglichst schnell nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Momentan sind wir davon ein gehöriges Stück entfernt. Wolfgang Barwig: Obwohl wir alle vor einigen Jahren schon einmal Landesliga-Luft schnupperten, wollten wir weiter Erfahrungen sammeln und versuchen, uns auf dem Landesliga-Niveau zu halten. Im Vergleich zur Saison 2002/2003, als wir ohne Punkte wieder abstiegen, haben wir uns zum Ziel gesetzt, uns besser aus der Affäre zu ziehen und den einen oder anderen Favoriten vielleicht ein bisschen ärgern. Gäubote: Wie zufrieden seid ihr mit dem bisherigen Saisonverlauf? Elmar Fallscheer: Wir können nicht zufrieden sein, da wir mitten im Abstiegskampf stecken und es noch ein steiniger Weg in die sicheren Regionen ist. Aber wir lassen die Köpfe nicht hängen. Die Moral in der Truppe stimmt. Wolfgang Barwig: Mit bislang vier erreichten Punkten kann man nicht zufrieden sein, zumal wir in diversen Vorrundenspielen die Chance auf einen Punktgewinn hatten, diese Chance aber verstreichen ließen. Die gezeigten Leistungen stimmen mich jedoch positiv. Es gibt keinen Gegner, den wir fürchten müssen. Im Gegenteil, es spielt sich gut als ‚Underdog’. Gäubote: Was waren bislang die positiven Erkenntnisse, was erfreute weniger? Elmar Fallscheer: Neuzugang Frank Streubel hat sich gut ins Team eingefügt, er ist am hinteren Paarkreuz eine wichtige Stütze. Eine negative Erkenntnis ist sicherlich, dass der Wegfall von Martin Gerlach nicht ohne Weiteres kompensiert werden kann. Erschwerend kam hinzu, dass wir während eines Großteils der Hinserie von Erkältungen und Verletzungen geplagt waren. Wolfgang Barwig: Abgesehen vom negativen Punktestand, der etwas freundlicher aussehen könnte, gefällt mir die Einstellung der Mannschaft. Wir gehen jedes Spiel mit der Devise ‚neues Spiel - neues Glück’ an. Eine gewisse Lockerheit schadet sicherlich nicht. Gäubote: Bereitet Ihr Euch speziell auf dieses Gäuderby vor? Elmar Fallscheer: Nein, am Trainingspensum ändert sich nichts. Wolfgang Barwig: Nein, vor dem letzten Vorrundenspiel trainieren wir wie immer. Zur Rückrunde, die für uns bereits Mitte Januar beginnt, wollen wir ein paar Trainings-Sondereinheiten durchführen. Das hat sich auch in den letzten Monaten bewährt. Schließlich wollen wir in der Rückrunde ein paar Zähler mehr einfahren. Gäubote: Wie lautet der Tipp für das Spiel? Elmar Fallscheer: Schwer....letzte Woche vor dem Spiel gegen die Gärtringer Erste lag ich ja ziemlich daneben. Ich wünsche mir faire und spannende Spiele mit einem Sieg von uns. Wolfgang Barwig: Ich bin mal mutig und tippe auf einen knappen Sieg für uns. Aber schon ein Unentschieden beim Favoriten wäre eine feine Sache. Thomas Holzapfel
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