3. Gäu-Derby-Tag am 03.03.2007 in Herrenberg

 

 

Am Anfang stand die Idee, die beiden Tischtennis-Abteilungen des VfL Herrenberg und TSV Gärtringen im Rahmen eines sportlichen Großkampftags einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Aus der Idee wird scheinbar ganz allmählich Tradition. Am kommenden Samstag findet der dritte Gäuderby-Tag in der Herrenberger Längenholzhalle statt. Gleich acht mal stehen sich an diesem Punktspielwochenende Jugend- und Aktiventeams von VfL und TSV gegenüber.

Gerne denkt man zurück an die beiden vergangenen Derbytage, jeweils im Frühjahr der letzten beiden Jahre. In gut besuchten Hallen, einmal in Herrenberg, einmal in Gärtringen, betrieben die beiden benachbarten und befreundeten Vereine Werbung für den Tischtennis-Sport, als man an einem Punktspielwochenende der besonderen Art mehrmals den sportlichen Vergleich untereinander suchte. Und auch diesmal sind die Voraussetzungen wieder gegeben. Gleich acht Teams beider Abteilungen sind es, die in der jeweils gleichen Liga um Punkte schmettern und somit ein Gäuderby in der Rückrunde garantieren. Sechs Aktiven- und zwei Jugendmannschaften sind es, die an gleicher Stelle zur gleichen Zeit zum nachbarschaftlichen Wettstreit antreten. Dabei sind von der Landesliga bis zur C-Klasse Mannschaften unterschiedlichster Leistungsstärke am Derby-Tag vertreten. Vor der Kür in Form eines geselligen Beisammenseins steht jedoch an erster Stelle die sportliche Pflicht. Und nicht wenige Mannschaften sind es, die sich im Rennen um den Titel bzw. gegen den Abstieg keine Ausrutscher erlauben dürfen.

 

Vorschau

Das Landesliga-Duell der Herren stellt die ‚Königs-Partie’ des diesjährigen Derbytags dar. Erster gegen Dritter – Titelanwärter Nummer eins ist der VfL Herrenberg in der Rolle des Gejagten (20:4 Punkte), die des Herausforderers mit noch vagen Aufstiegshoffnungen spielt der TSV Gärtringen (siehe Interview mit den beiden Mannschaftsführern), der vier Minuspunkte mehr auf seinem Konto hat. Bislang noch ungeschlagen, absolvierten die Herrenberger eine bravouröse Saison, zeigen sich selbst positiv überrascht vom bisherigen Abschneiden. Und haben inzwischen Lunte gerochen, wollen möglichst lange vorne dabei bleiben und dem Hauptkonkurrenten TSV Betzingen, zugleich Absteiger aus der Verbandsklasse, die Stirn bieten. Mit Abwehrrecke Horst Grünewald sowie dem hinteren Paarkreuz mit Kapitän Elmar Fallscheer und dem erstarkten Jochen Kugler sind gleich drei Spieler im Trikot des VfL in der Rückrunde noch ohne Niederlage. Positive Bilanzzahlen weisen zudem Jürgen ‚Jojo’ Baier sowie die Spitzenspieler Martin Gerlach und Thomas Roll auf, die zugleich ein kaum überwindbares Doppel stellen (Saisonbilanz: 14:1 Spiele). Gegen den TSV Gärtringen dürfte man am Spitzenpaarkreuz gegen Lutz Wolkober und Gerd Jäger ein leichtes Plus aufweisen, völlig offen sind hingegen die Paarungen am mittleren und hinteren Paarkreuz. Auf TSV-Seite glänzten hier zuletzt Jürgen Bögel an Position drei und der ebenfalls noch unbesiegte Wahl-Herrenberger Eberhard Schöffler an Position fünf. Angesichts der Ausgeglichenheit beider Mannschaften ist – wie beim 8:8 in der Vorrunde - mit einem knappen Spielausgang zu rechnen.

Leicht favorisiert gehen Gärtringens Bezirksliga-Herren in das Derby. Der Tabellenprimus steht vor dem Wochenende der Wahrheit, hat neben dem VfL-Spiel auch noch ein schweres Auswärtsspiel in Bad Liebenzell zu bestreiten (Sonntag, 14:30 Uhr). Sollten beide Partien gewonnen werden, würde viel für den Landesliga-Aufstieg sprechen. Doch die Herrenberger, derzeit Fünfter, werden dabei ein ernsthaftes Wörtchen mitreden, brachten den TSV bereits in der Hinrunde beim 6:9 mächtig ins Schwitzen. Und haben nunmehr mit Edgar Jüngling einen erfahrenen Neuzugang in ihren Reihen, der die Mannschaft verstärkt. Gespannt darf man auf das Abschneiden von Hans Sebastian sein, die VfL-Nummer zwei wuchs im Hinspiel buchstäblich über sich hinaus, er darf sich mit Ralph Pfister und Wolfgang Barwig am Spitzenpaarkreuz auseinandersetzen. Auch die Herrenberger müssen am Sonntag nochmal ran, um 10 Uhr will man beim TSV Höfingen zwei weitere Zähler einfahren.

VfL III gegen TSV III lautet die Begegnung in der Kreisliga. Blickt man auf die Tabelle, sollte nichts gegen einen Gärtringer Sieg sprechen. Doch der VfL um Holger Salmon zeigte sich im neuen Jahr von seiner besten Seite, fuhr zuletzt die ersten beiden Saisonsiege ein und fand wieder Anschluss ans hintere Mittelfeld. Keine Frage, gegen die Gärtringer um Abteilungsleiter Jürgen Lay rechnet man sich durchaus Chancen aus.

Eher ungleich verteilt sind die Verhältnisse in der B-Klasse. Der VfL-Vierten steht bei 5:21 Punkten das Wasser bis zum Hals, der TSV hingegen befindet sich mit 22:2 Punkten auf Meisterkurs, strebt den direkten Wiederaufstieg in die A-Klasse an. Im Normalfall dürfte für den Spitzenreiter nichts anbrennen.

Mit dem TSV Gärtringen VIII macht ein weiterer Tabellenführer seine Aufwartung in der Längenholzhalle, die Herrenberger Fünfte um Jugendleiter Walter Hettler möchte in dieser C-Klassen-Partie möglichst lange Paroli bieten. Wiedergutmachung für die 2:7-Vorrundenniederlage will das VfL-Damenteam um Kerstin Kinkelin betreiben, der TSV Gärtringen III geht jedoch leicht favorisiert in diese Bezirksklasse-Partie.

Die Geschwister Chantal und Annique Göttler führen das Mädchen-Team des VfL an, das als bislang ungeschlagener Tabellenführer auf das Gärtringer Quartett mit der starken Elisabeth Pischl trifft (Bezirksklasse Mädchen U15).

Bei den U18 Jungs führt die Herrenberger Zweite ebenfalls die Bezirksklasse-Konkurrenz an, die Partie gegen die Gärtringer wird jedoch zum echten Prüfstein.

Der Derbytag beginnt am Samstag um 18 Uhr mit der offiziellen Begrüßung. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, der Eintritt ist frei....

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Im Vorfeld des dritten Gäuderby-Tags, in dessen Mittelpunkt das Landesliga-Spitzenspiel zwischen dem bislang ungeschlagenen Tabellenführer VfL Herrenberg und dem Dritten TSV Gärtringen steht, unterhielt sich unser Mitarbeiter Thomas Holzapfel mit den Mannschaftsführern Elmar Fallscheer (VfL) und Ullrich Gotsch (TSV).

Zeitung: Mit welchen Erwartungen geht Eure Mannschaft in das Spitzenspiel?

Elmar Fallscheer: Eigentlich gehen wir mit denselben Erwartungen in das Spiel wie sonst auch. Wir wollen versuchen, die Begegnung zu unseren Gunsten zu entscheiden und die Tabellenführung verteidigen.

Ullrich Gotsch: Ich hoffe, dass wir beim Spitzenreiter eine gute Partie abliefern und diese möglichst lange offen halten. Auch wenn unsere Titelchancen nur noch theoretischer Natur sind, wollen wir natürlich versuchen, beim Nachbarn nicht leer auszugehen.

 

Zeitung: Ist es etwas Besonderes, diese Partie im Rahmen des Derbytags durchzuführen?

Elmar Fallscheer: Besser könnten die Bedingungen gar nicht sein. Der Derbytag vor großer Kulisse bildet mit Sicherheit den idealen Rahmen.

Ullrich Gotsch: Schon beim letzten Mal hatte es ca. 150 Zuschauer, für Tischtennis-Verhältnisse eine sehr ungewohnte, aber motivierende Atmosphäre, die dafür sorgt, dass alle Spieler erst recht ihr Bestes geben werden.

 

Zeitung: Wurde vor der Partie ein Sondertraining einberufen?

Elmar Fallscheer: Nein, das Training gestaltete sich ähnlich wie vor den anderen Spielen. Insgesamt bin ich mit dem Trainingsengagement sehr zufrieden, jeder macht, so viel er kann. Ullrich Gotsch: Aus beruflichen Gründen und weil einige von uns mit Hausbau beschäftigt sind bzw. durch Nachwuchs familiär eingebunden sind, war das Engagement zuletzt manchmal etwas zurückhaltend.

 

Zeitung: Wie endet die Partie?

Elmar Fallscheer: Es wird – wie zuletzt öfters - auf jeden Fall eine spannende Begegnung geben, die Entscheidung dürfte im Schlussdoppel fallen. Ich tippe bzw. wünsche mir einen 9:7-Erfolg.

Ullrich Gotsch: Ich tippe auf ein 8:8-Unentschieden.

Thomas Holzapfel

 

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VfL Herrenberg - Abteilung Tischtennis
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