Derby-Tag: Herrenberg hat mit 5:3 die Nase vorn!

 

 

Meisterschaftskampf und Abstiegskrimi - der dritte Gäu-Derbytag zwischen dem gastgebenden VfL Herrenberg und dem TSV Gärtringen hatte vor ansprechender Kulisse  alles zu bieten, was das Tischtennis-Herz begehrt. In der Herrenberger Längenholzhalle schenkten sich die Jugend- und Aktiventeams beider Vereine nichts - trotz freundschaftlicher Atmosphäre wurde motiviert um die Punkte gekämpft. Im Gegensatz zu den sportlichen Vergleichskämpfen der Vergangenheit hatte diesmal der VfL mit einer 5:3-Bilanz aus den acht ausgetragenen Verbandsspielen die Nase vorn.

Martin Gerlach vom veranstaltenden VfL Herrenberg, während des Derby-Tags in Reihen der Landesliga-Ersten vielbeschäftigt, zeigte sich erleichtert und zufrieden, als alle Spiele absolviert waren: "Der Derby-Tag war wieder ein voller Erfolg. Im Gegensatz zur Albert-Schweitzer-Halle, in der wir normalerweise spielen, war es heute möglich, mehrere Punktspiele parallel auszutragen, was natürlich für eine entsprechende Zuschauerkulisse sorgt. Zeitweise war wieder eine Klasse-Stimmung in der Halle. So etwas sollte es öfters geben." Allein bei der Begrüßung durch die beiden Abteilungsleiter Martin Gerlach und Jürgen Lay beeindruckte die Vielzahl an Tischtennis-Spielern, die in einem Meer an grünen Trikots versanken und dem Abend gleich ein besonderes Ambiente verliehen.

Das größte Interesse weckte die Spitzenpartie der Herren-Landesliga zwischen Tabellenführer VfL und dem Tabellendritten TSV, der bereits beim spannenden 8:8 in der Hinrunde einen Zähler stibitzte. Und auch diesmal hätte nicht allzuviel gefehlt und die Entscheidung wäre abermals im Schlussdoppel gefallen. Doch Herrenbergs Kapitän Elmar Fallscheer sicherte seinem Team im vorletzten Einzel des Abends gegen Eberhard Schöffler den verdienten 9:5-Gesamtsieg. Dieser zeichnete sich bereits zu Beginn ab, als der VfL mit einer wichtigen 2:1-Führung aus den Doppeln ging. Martin Gerlach und Thomas Roll mussten dabei gegen Wolkober/Gotsch zwar über die volle Distanz gehen, hatten am Ende genauso den längeren Atem wie Jürgen Baier/Elmar Fallscheer gegen Jürgen Bögel/Michael Mummert (11:8, 9:11, 11:8, 14:12). Lediglich Horst Grünewald/Jochen Kugler mussten gegen das TSV-Spitzendoppel Gerd Jäger/Eberhard Schöffler passen. Unerwartet gut hielten die Gärtringer am vorderen Paarkreuz mit, was vor allem Thomas Roll neidlos anerkennen musste. Der dreifache Familienvater musste sowohl Lutz Wolkober als auch Gerd Jäger gratulieren. Parallel machte dies Martin Gerlach mit seinem soliden Abwehrspiel wieder wett, er blieb am Derby-Tag ungeschlagen. Sein Soll erfüllte Oldie Horst Grünewald, der sich grippegeschwächt ("meine Frau schüttelte den Kopf, als ich sagte, ich spiele") in den Dienst der Mannschaft stellte und gegen Michael Mummert einen wichtigen Zähler am mittleren Paarkreuz einfuhr. Da sich auch ‚Jojo’ Baier mit zwei Einzelsiegen von seiner besten Seite zeigte, hatten beide entscheidenden Anteil, dass es nichts wurde mit der Gärtringer Aufholjagd. Auf TSV-Seite überzeugte Ullrich Gotsch, der gegen Elmar Fallscheer keine Mühe hatte und auch gegen Jochen Kugler auf der Siegerstraße war. Diese Partie kam jedoch nicht mehr in die Wertung. Die VfL-Erste nahm mit diesem 9:5-Erfolg eine große Hürde auf dem Weg in Richtung Meisterschaft, zeigte sich gut gerüstet für das Spitzenspiel am kommenden Samstag gegen Titelkonkurrent TSV Betzingen. Dann jedoch wieder in der altehrwürdigen Albert-Schweitzer-Halle.
Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Gerlach - Jäger 11:5, 11:5, 10:12, 11:7; Roll - Wolkober 8:11, 5:11, 11:13; Gerlach - Wolkober 11:8, 10:12, 11:5, 9:11, 11:7; Roll - Jäger 11:8, 8:11, 12:10, 8:11, 8:11.

In der Bezirksliga machte die VfL-Zweite das Titelrennen wieder spannend, sie bezwangen die zweite Garnitur des TSV überraschend mit 9:6. Die Gärtringer brachten kein Bein auf den Boden, sieht man einmal von der starken Leistung von Spitzenspieler Ralph Pfister ab, der sich sowohl gegen Hans Sebastian als auch gegen Frank Büttner kompromisslos zeigte. Thomas Holzapfel und Siggi Stefany verloren ihr erstes Doppel in dieser Saison. Auf Herrenberger Seite brillierte Neuzugang Edgar Jüngling, der ehemalige Oberliga-Spieler der Stuttgarter Kickers fuhr das Maximum an drei Zählern ein.

Auch die Herren III des TSV guckten in die Röhre, gegen die wiedererstarkte VfL-Truppe um Kapitän Stephan Dieterle-Lehmann unterlag man im Kreisliga-Duell hauchdünn mit 7:9. Hatte man die Herrenberger in der Winterpause bei 0:18 Punkten bereits abgeschrieben, so brachten sie sich im neuen Jahr mit drei Siegen aus sechs Spielen wieder ins Gespräch. Das hintere Paarkreuz mit Stephan Dieterle-Lehmann und Wolfgang Kuhn blieb ohne Niederlage, auf Gärtringer Seite war Bruno Beller der Punktegarant.

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde Tabellenführer TSV Gärtringen IV (Kreisklasse B-Süd). Sie gewannen gegen die abstiegsbedrohten Herrenberger ungefährdet mit 9:4. Albert Türk, Günther Baier, Talal El Haj Ibrahim und das Doppel El Haj Ibrahim/Seidel machten die Niederlage einigermaßen erträglich.

Ähnlich gelagert waren die Verhältnisse in der C-Klassen-Partie zwischen dem unangefochtenen Ligaprimus Gärtringen VIII und Herrenberg V. Der 7:3-Sieg geriet nie in ernsthafte Gefahr, auch wenn TSV-Spitzenspieler Steven Busch gegen Claudio Riveros und später gegen Mathias Dibon seine ersten Niederlage in dieser Saison einstecken musste.

In der Bezirksklasse der Damen trat der TSV ohne Jutta Abbing, dafür mit Landesliga-Spielerin Susanne Ott an. Dementsprechend taten sich die VfL-Damen schwer, die ihrerseits auf Käptin Kerstin Kinkelin verzichten mussten und die 3:7-Niederlage nicht verhindern konnten. Gärtringens Sylvia Bögel, die in dieser Saison noch kein Einzel verloren hat, zeigte sich positiv angetan von der Veranstaltung: "Der Derby-Tag ist eine feine Sache, vor allem durch die große Zuschauerresonanz und weil man viele Leute kennt. Dies ist der Hauptunterschied zu einem herkömmlichen Heimspieltag." 

Eine gewisse Grundnervosität ließ sich bei den Jugendspielern, die ihre Spiele auf den Abend verlegt hatten und vor ungewohnt großer Kulisse antraten, nicht verleugnen. Gärtringens Sarah Ruoß, 14 Jahre alt, zum Derby-Tag: "Irgendwie habe ich mich beobachtet gefühlt." Die U15-Mädchen des TSV lieferten gegen die verlustpunktfreien Herrenbergerinnen einige spannende Spiele ab. Der Favorit mit Chantal Göttler, Corinna Thiele, Mareike Schäfer und Mia Zottl setzte sich dennoch ungefährdet mit 6:2 durch.

Noch deutlicher fiel der VfL-Sieg bei den Jungen U18 aus. Michael Wörner, Philipp Wörner, Sebastian Schuppel und Tim Sebastian ließen beim 6:0 keinen Gärtringer Spielgewinn zu.

Thomas Holzapfel

 

Seitenanfang

 
Home | Aktuell | Abteilungsinfos | Mannschaften | Anfahrtsweg | Gästebuch | Links
VfL Herrenberg - Abteilung Tischtennis
Seitenanfang Letzte Änderung am 04.03.2007 VfL Herrenberg