Vorbericht 7. Spieltag VR

 

 

Aus Gäusicht stellt das Stadtderby der Männer-Landesliga zwischen dem VfL Herrenberg und dem TSV Kuppingen II das restliche Punktspielprogramm in den Schatten. Bleibt der VfL hartnäckigster Konkurrent des SV Leonberg/Eltingen oder hat der Aufsteiger aus Kuppingen das Potenzial, im Konzert der Großen mitzumischen? Beim VfL Herrenberg stehen zudem die Männer II in der Landesklasse vor einem strapaziösen Doppelspieltag.

Dass der VfL Herrenberg als Verbandsklasse-Absteiger nunmehr eine Etage tiefer wieder vorne mitspielen würde, haben die Kenner der Szene erwartet und die Protagonisten beim VfL erhofft, auch wenn mit Kristian Tomsic ein Punktesammler den Verein in Richtung Betzingen verließ. Tomsic selbst spielte vor seiner Herrenberger Zeit übrigens beim TSV Kuppingen, dem kommenden Gegner des VfL. Angesichts der Tatsache, dass der Aufsteiger erst eine Partie absolvierte und diese recht deutlich mit 9:3 gewann, lässt sich zwar erahnen, dass die Kuppinger die Liga bereichern werden, doch inwieweit der TSV ins vordere Tabellendrittel eindringen kann, lässt sich aktuell noch nicht abschätzen. Fakt ist, dass das sportliche Wohl und Wehe mit dem Einsatz des Spitzenspielers Matija Jovicic zusammenhängt. Der Einsatz des serbischen Jugendnationalspielers, der überwiegend im Tischtenniszentrum im badischen Grünwettersbach trainiert, ist wohl für das Derby fest geplant – sofern kein Personal im Regionalligateam ausfällt, das an diesem Wochenende ebenfalls einen Doppelspieltag bestreitet. Bei den Herrenbergern, die nach drei Siegen noch eine weiße Weste aufweisen, rechnet man mit einer spannenden Auseinandersetzung. „Unser Ziel ist es natürlich, zu gewinnen“, sagt Kapitän Max Hering, der seine Mannschaft einen Tick stärker einschätzt, „sofern alle Spieler in der Lage sind, ihre Leistung abzurufen.“ Vorteile für sein Team sieht er hauptsächlich am hinteren Paarkreuz, einen gewissen Respekt zollt er vor dem Kuppinger Youngster Matija Jovicic, der zuletzt ja schon in der Regionalliga punktete. „Wenn die Kuppinger häufig in kompletter Aufstellung spielen, ist die Mannschaft für jeden Gegner gefährlich und sollte so wie wir in den Top Vier der Liga landen“, so Max Hering weiter. Die Kuppinger haben nach einer fünfwöchigen Pause nun mächtig Nachholbedarf, wenn man bedenkt, dass sich der TTC Birkenfeld bei sieben ausgespielten Partien bereits auf der Vorrunden-Zielgeraden befindet. Wettkampfpraxis sammelten die Kuppinger zwischendurch im Bezirkspokal, wo sie sich in der Aufstellung Fatih Kanli, Bastian Schäffer und Alexandros Kalpakidis mit 4:2 beim Bezirksliga-Vertreter SV Böblingen II durchsetzten. Das Herrenberger Stadtderby steigt am Samstag um 18 Uhr in der Herrenberger Aischbachhalle.

In der Landesklasse stehen die Männer II des VfL vor einem interessanten Doppelspieltag. Ausgestattet mit 4:4 Punkten, geht es nun gegen Teams, die sich in Bestbesetzung durchaus auf Augenhöhe befinden. Am Samstag macht der starke Aufsteiger aus Mühringen seine Aufwartung in der Aischbachhalle (18 Uhr), der zuletzt gegen Gärtringen II kurzen Prozess machte. Dabei gilt es abzuwarten, ob die Mühringer Vielspieler Frank Bolanz und Mark Schüle mit nach Herrenberg kommen. Zuletzt wurden die beiden recht oft in der Verbandsliga-Ersten gebraucht – und die müssen am Samstagabend fast zeitgleich ran. Die Herrenberger sind bekanntlich mit Topspieler Tim Sebastian eine halbe Klasse stärker, allerdings ist die Nummer eins nicht an jedem Wochenende im Einsatz. Alles in allem stellt der VfL ein ausgeglichenes Team ohne wirkliche Schwachpunkte, was allerdings zum größten Teil auch auf die Gäste aus Mühringen zutrifft, die mit 6:8 Punkten eine für einen Aufsteiger äußerst zufriedenstellende Bilanz aufweisen können. Am Sonntag steht für den VfL Herrenberg II das zweite Heimspiel auf dem Programm (10 Uhr), im Bezirksderby geht es gegen die Sindelfinger Zweite. Die ist derzeit so etwas wie die Wundertüte der Liga, was sich mit der immer wieder wechselnden Aufstellung begründet. Das Ergebnis dieses sportlichen Vergleichs lässt sich wohl erst ansatzweise vorhersagen, wenn die Hauptdarsteller die Halle betreten.

Die vierte Mannschaft mischt in der Aufsteigerrolle derzeit die Konkurrenz in der Kreisliga A mächtig auf, bei 5:1 Punkten kann man durchaus von einem Traumstart sprechen. Auch die Spannungsmomente blieben bislang nicht aus, denn in allen drei Begegnungen ging es bis ins Schlussdoppel. Blickt man auf die Tabelle, ist beim punktlosen Schlusslicht TTV Gärtringen IV (Sonntag, 10 Uhr, Peter-Rosegger-Halle) nicht mit einem derartigen Mammutmatch zu rechnen, Yvon Lusseault würde mit seinem Team gerne etwas schneller für klare Verhältnisse sorgen.

Vieles spricht dafür, dass die Männer V in der Kreisklasse Nord auch nach dem dritten Spieltag verlustpunktfrei eine Topplatzierung belegen. Das Team um Kapitän Thomas „Schmiddi“ Schmidt startete mit zwei Siegen in die Liga und ist nun auch gegen den bis dato sieglosen TSV Malmsheim II (Samstag, 18 Uhr, Aischbachhalle) klarer Favorit.

In der Frauen-Bezirksliga kommt es bereits um 14 Uhr zwischen dem VfL Herrenberg (3:3 Punkte) und dem WSV Schömberg (5:3) zu einem reizvollen Mittelfeldduell, aus dem man aus Herrenberger Sicht gerne einen Punkt mitnehmen würde. Dies könnte dann gelingen, wenn man die Schwarzwälder Spitzenspielerin Lena Knöller in Schach halten könnte.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 24.10.2018 VfL Herrenberg