Vorbericht 8. Spieltag RR

 

 

Die Heimpartie der Verbandsklasse-Männer gegen den SSV Ulm bedeutet für den VfL Herrenberg so etwas wie das Klammern an den letzten Strohhalm. Im Erfolgsfall könnte das Schlusslicht kurz vor Toreschluss noch einmal ein Zeichen im Abstiegskampf setzen. Ganz anders die Voraussetzungen vor dem Spiel der Männer II gegen den SSV Schönmünzach: Der Sieger dieses Landesklasse-Spitzenspiels bleibt im Titelkampf bei der Musik.

Drei Partien hat die Herrenberger Erste in dieser Saison noch zu absolvieren. Danach noch zwei weitere austragen zu dürfen, wäre für die VfL-Männer angesichts der momentan misslichen Situation ein Traum, schließlich hätte man dann immerhin noch den Sprung in die Relegation geschafft. Um diese zu erreichen, wären mindestens noch zwei Siege erforderlich. Mit einem guten Ergebnis gegen den SSV Ulm (Samstag, 18 Uhr, Aischbachhalle) könnte man der Konkurrenz noch einmal zeigen, dass man sich im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben hat. Die Ulmer entpuppten sich zuletzt als Wundertüte. Mit einer Rumpftruppe wurden an einem Doppelspieltag Anfang März zwei Spiele sozusagen kampflos abgegeben, zuletzt gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten TV Rottenburg reichte es selbst in Topaufstellung nicht (6:9). Da würden es die Herrenberger gerne sehen, wenn sich die Ulmer Spatzen auch im Gäu nicht von ihrer besten Seite präsentieren würden. Beim VfL schaut man allerdings zuerst auf sich selbst. Andrew Schönhaar zeigt sich da ganz gelassen. „Wir spielen die Runde ohne Druck zu Ende. Wenn wir es irgendwie noch in die Relegation schaffen sollten, wäre es super. Wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter“, sagt die Herrenberger Nummer vier, der auf ein 9:4 für die Ulmer tippt. Dennoch: Vor heimischer Kulisse will man sich dem drohenden sportlichen Schicksal nicht ergeben und noch einmal versuchen, die wohl letzte Chance am Schopfe zu packen.

Der Dreikampf in der Landesklasse geht so ganz allmählich in die entscheidende Phase. An den kommenden Wochenenden stehen die direkten Vergleiche der drei Teams aus Herrenberg (27:3 Punkte), Schönmünzach (24:4) und Kuppingen (23:3) auf dem Programm. Das erste Topspiel steigt am Samstag um 18 Uhr in der Herrenberger Aischbachhalle, wenn die Schönmünzacher um ihren noch ungeschlagenen Spitzenspieler Fabian Frey aufkreuzen. Die Herrenberger gehen mit der Empfehlung eines 9:6-Siegs bei den wiedererstarkten Sindelfingern in die Partie, die Schwarzwälder gaben sich zuletzt beim 9:4 gegen Gärtringen II keine Blöße. Was den gesamten Kader angeht, dürfte der aktuelle Tabellenführer aus dem Gäu leicht im Vorteil sein. Tim Sebastian als Nummer eins spielt eine bärenstarke Rückrunde, auch Youngster Justin Kühne an Position drei (8:4-Einzelbilanz) und der erfahrene Jürgen „Jojo“ Baier (Position fünf, 7:1) gehörten zuletzt zu den Punktegaranten. Nicht zu verachten ist auch die starke Herrenberger Quote in den Doppeln (13:5), die in wichtigen Partien durchaus den Ausschlag geben könnte. Sicher scheint: Während für den Verlierer dieser Partie die Titelträume ausgeträumt sind, geht für den Gewinner der spannende Meisterschaftskampf nach den Osterferien in die finale Phase.

Bereits am Freitagabend treffen die Männer V des VfL auf Tischtennis Schönbuch III, den designierten Meister in der Kreisklasse für Viererteams (19:30 Uhr, Aischbachhalle). Ganz chancenlos geht Thomas Schmidt mit seinen Mannen sicherlich nicht in die Partie, da der Herbstmeister in der Rückrunde bei zwei Siegen und zwei Niederlagen noch keine Bäume ausgerissen hat.

Von Woche zu Woche ist in der Bezirksliga der Frauen Spannung angesagt, da sich die Liga in diesem Jahr so ausgeglichen wie selten zuvor präsentiert. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Herrenberger Damen nieder, die in der Rückrunde stets mehrstündige Partien zu bestreiten hatten und mit bislang vier Unentschieden zu den Remisköniginnen der Liga gehören. Auch mit der SpVgg Renningen, die mit 11:9 Punkten noch Aufstiegshoffnungen hegt, wurden im Hinspiel die Punkte geteilt. Nun, im letzten Heimspiel der Saison, wollen Sonja Kugler und ihre Kameradinnen noch ein weiteres Mal sportlich überzeugen – und in der Tabelle wieder etwas nach vorne marschieren.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 21.03.2018 VfL Herrenberg