Vorbericht 12. Spieltag VR

 

 

Folgt bei den Herrenberger Verbandsklasse-Männern nach dem bitteren 7:9 gegen Rottenburg nun in Ulm eine Trotzreaktion? Bleiben die Männer II in der Landesklasse auch nach den Spielen in Unterreichenbach-Dennjächt und Schönmünzach ganz vorne? Und wie verkaufen sich die Bezirksliga-Männer in ihren Partien gegen Steinenbronn und Rohrau? Fragen über Fragen, zu denen der kommende Spieltag die passenden Lösungen liefern wird.

Das hatte sich Verbandsklasse-Aufsteiger VfL Herrenberg so nicht ganz vorgestellt: Nach einem verheißungsvollen Start mit zwei Siegen hoffte man in der Gäustadt auf weitere Erfolgserlebnisse in der Vorrunde mit dem gedanklichen Hintergrund, sich vielleicht nicht in den Abstiegskampf einmischen zu müssen. Doch die Anfangseuphorie wich von Woche zu Woche der Realität, inzwischen ist man nach fünf Niederlagen in Serie im Tabellenkeller angekommen. Bedeuteten die Niederlagen gegen die vorne platzierten Teams keinen Beinbruch, tat das 7:9 gegen das bisherige Schlusslicht aus Rottenburg richtig weh. Offenbar waren sich die Rottenburger zuletzt ihrer prekären Lage bewusst, im Vergleich zu den vorhergegangenen Spielen war bei Abass Ekun & Co. eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. Der VfL Herrenberg bekam dies am eigenen Leib zu spüren, schaut aber nun uneingeschränkt nach vorne. Am Samstag geht’s zu einem eher unpassenden Zeitpunkt zum SSV Ulm 1846 (Spielbeginn 19:30 Uhr, Sporthalle Adalbert-Stifter-Schule). Unpassend deshalb, weil die Ulmer Spatzen am letzten Spieltag mit einem grandiosen 9:4-Erfolg über den bislang verlustpunktfreien Spitzenreiter TTC Ergenzingen aufhorchen ließen. Dabei tat sich vor allem der Ulmer Topspieler Muemin Waadallah hervor, der mittlerweile genauso wie sein Pendant Frank Elseberg eine 9:3-Bilanz am vorderen Paarkreuz aufweisen kann. Hier dürfte es für Herrenbergs Domenico Sanfilippo und Andrew Schönhaar schwer werden, mitzuhalten. Doch der VfL will im Kollektiv glänzen, zumal zuletzt auch bei Youngster Piet Herr der Knoten platzte. VfL-Kapitän Max Hering: „Wir müssen gegen die Ulmer vor allem am mittleren und hinteren Paarkreuz punkten, am besten jeweils mit 3:1 Spielen, dann ist vielleicht was drin. Wir hoffen, dass wir nicht leer ausgehen, um unsere Position bis zur Rückrunde noch etwas zu verbessern. Nur mit vier Pluspunkten in der Liga zu überwintern, wäre angesichts der gezeigten Leistungen wirklich bitter.“

Mit momentan 12:0 Punkten steht die Herrenberger Zweite in der Landesklasse am besten da, sogar die beiden Titelfavoriten aus Kuppingen (13:1) und Schönmünzach (10:2) stehen nicht ganz so gut da. Die Herrenberger stehen nunmehr vor dem ersten Wochenende der Wahrheit, bevor es Mitte Dezember im Stadtderby gegen die Kuppinger geht. Am Samstag fährt das Team um Spitzenspieler Christian Götzner zum Tabellenvierten TTG Unterreichenbach-Dennjächt (19 Uhr, Tannberghalle), am Sonntag um 14:30 Uhr steigt das erste Topspiel bei Landesliga-Absteiger SSV Schönmünzach (Schulturnhalle beim Freibad, In den Auen). Die Dennjächter glänzten zuletzt hauptsächlich an den vorderen Positionen mit dem Ex-Sindelfinger Michael Gaa, Patrick Becht und Alfonso die Naro. Das vordere Paarkreuz der Schönmünzacher mit dem ungeschlagenen Fabian Frey und dem ebenfalls starken Michael Kocheisen ist sowieso über alle Zweifel erhaben. Keine leichten Aufgaben für die Herrenberger, die mit einer ausgeglichen stark besetzten Mannschaft dennoch punkten möchten.

Wohin der Weg für die Männer III (8:6 Punkte) in der Bezirksliga führt, wird sich beim Doppelspieltag gegen den Fünften und Achten der Liga erweisen. Zuerst geht es zuhause gegen die punktgleichen Steinenbronner um Marc Hauser, den mit 13:1 Spielen derzeit besten Akteur der Liga (Samstag, 18 Uhr, Aischbachhalle). Danach machen die Herrenberger, bei denen bislang Elmar Fallscheer als einziger alle sieben Partien bestritt, ihre Aufwartung beim SV Rohrau (Sonntag, 9:30 Uhr, Schönbuchhalle), die ihrerseits jeden Punkt im Abstiegskampf gut gebrauchen können. In Bestbesetzung sind die Herrenberger in beiden Partien Favorit, doch angesichts der zahlreichen Begegnungen am Wochenende ist nicht auszuschließen, dass der eine oder andere Spieler in höheren Ligen zum Einsatz kommt.

Die Männer IV haben gute Chancen, in der Kreisliga B-Süd auf einem Aufstiegsplatz zu überwintern. Hinter der starken Böblinger Vierten hat sich momentan die VfL-Vierte eingenistet, die nun vor ihrem letzten Vorrundenspiel steht. Gegen das punktlose Schlusslicht TTF Schönaich III (Sonntag, 10 Uhr, Aischbachhalle) spricht so ziemlich alles für einen Sieg.

Die Bezirksliga der Frauen stellt sich derzeit als recht ausgeglichen dar. Vorne steht mit der SpVgg Renningen keine Übermannschaft und auch das derzeitige Schlusslicht SpVgg Weil der Stadt II erwies sich in den letzten Wochen als durchaus konkurrenzfähig. Das Herrenberger Quartett um Jacqueline Pirk, Auszubildende beim Tischtennisverband, will sich zum Vorrundenabschluss noch einmal von seiner besten Seite zeigen und bei dem jungen Team des TTC Birkenfeld möglichst die beste Leistung abrufen (Samstag, 15 Uhr, Hermann-Gross-Sporthalle).

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 30.11.2017 VfL Herrenberg