Vorrundenfazit 2011/12 - Umzug in neue Halle

 

 

Es war kein Jahr wie jedes andere in der Tischtennis-Abteilung des VfL Herrenberg. Im August dieses Jahres war es, als das knapp vierzigjährige Kapitel Albert-Schweitzer-Halle zugeschlagen wurde. Vom bisherigen, altehrwürdigen Standort ging es in die neue Aischbachhalle am Markweg, die seit Beginn dieser Saison das Domizil der Herrenberger Tischtennis-Spieler ist.

Eine Umstellung war es allemal, der Wechsel von einer Halle, in der zeitgleich maximal zwei Punktspiele in einer Räumlichkeit stattfinden konnten hin zu einer hellen, deutlich größeren und moderneren Sportstätte. Gerade ältere Spieler, die das familiäre Ambiente der Albert-Schweitzer-Halle seit vielen Jahren schätzten, mussten sich erst an die neue Umgebung gewöhnen. Auch wenn es in den vergangenen Wochen die eine oder andere Anpassungsschwierigkeit gab, so gewinnt Abteilungsleiter Stephan Ogroske dem neuen Domizil doch überwiegend Gutes ab: „Die Größe der Halle hat natürlich den Vorteil, dass wir parallel mehrere Punktspiele austragen können und so manche Heimspieltage zu einem richtigen Event werden können. Im Gegensatz dazu fühlt man sich als Spieler dafür etwas verloren, wenn man nur eine Partie am Markweg bestreitet.“ Letzteres wollten die Herrenberger in der Hinrunde tunlichst vermeiden. Spielbetriebsleiter Jochen Kugler versuchte die Wünsche an die Termingestalter entsprechend konsolidiert abzugeben, was in den meisten Fällen auch gelang. Diverse Male spielten samstags ab 18 Uhr alle fünf Aktiventeams gleichzeitig in der neuen Halle.

Als besonders positiv entpuppte sich auch die Tatsache, dass die Hobbyspieler, die bislang im unteren Teil der Schweitzer-Halle eher ein Mauerblümchendasein fristeten, nunmehr auch voll im Trainingsbetrieb integriert sind. Jugendtrainer Jan Schmedding: „Im Jugendtraining muss nunmehr keiner mehr eine Pause machen, weil keine Tische zur Verfügung stehen. Platz haben wir nun genügend.“

„Eigentlich haben wir uns alle schon sehr gut eingelebt“, sagt Jan Schmedding, der jedoch auch anmerkt, dass die Beteiligung an den Trainingsabenden noch nicht optimal ist. „Im Jugendtraining läuft’s eigentlich ganz gut, aber bei den Aktiven waren zuletzt doch einige Lücken im Trainingsbetrieb zu erkennen“. Auch Abteilungsleiter Stephan Ogroske sieht hier Ansätze zur Verbesserung: „Es wird eine der Herausforderungen im neuen Jahr sein, die Trainingsbeteiligung gerade im Aktivenbereich zu verbessern. Es wäre schade, wenn wir das gute Niveau der letzten Jahre nicht mehr halten könnten.“ Ogroske sieht die Ursache hier jedoch weniger in der neuen Sporthalle. Eher ist es wohl ein Generationswechsel, der den VfL-Funktionären derzeit zu schaffen macht. Jan Schmedding hebt hier den Zeigefinger: „Das Jugendtraining allein reicht unserem Nachwuchs natürlich nicht aus. Gerade als zusätzliche Trainingspartner sind die Aktiven durchaus wertvoll. Dies ist einigen unseren Mitgliedern scheinbar nicht so recht bewusst.“ Auch bei Punktspielen wäre eine positive Zuschauerresonanz von Vorteil, so Schmedding: „Gerade in der neuen Halle benötigen wir ein paar Zuschauer mehr, damit eine gute Stimmung aufkommt.“ Die Möglichkeiten sind gegeben, nun liegt es an den Verantwortlichen der Herrenberger Tischtennis-Abteilung, diese auch sinnvoll zu nutzen.

Aus sportlicher Sicht kann sich das erste Halbjahr in der neuen Sporthalle bis auf wenige Ausnahmen sehen lassen, auch wenn bei den Aktiventeams zumeist der Abstiegskampf im Mittelpunkt steht.
Die Landesliga-Herren mit den Youngsters Georg Gerlach und Max Hering sind auf dem besten Weg, dem Abstiegsgespenst rechtzeitig ein Schnippchen zu schlagen. Dies war vor Beginn der Saison auch deren erklärtes Ziel.
Auch die Bezirksliga-Zweite will nicht absteigen und muss sich dieses Jahr mächtig strecken, um dies zu realisieren. Das spielerische Potenzial ist beim Team um Kapitän Jochen Kugler jedoch allemal vorhanden.
Die runderneuerten Herren III peilen in der A-Klasse einen gesicherten Mittelfeldplatz an, die Herren IV in der B-Klasse müssen als aktuelles Schlusslicht am meisten zittern, dass der Schuss nach hinten los geht.
Die Bezirksklasse-Damen setzten oftmals auf die Dienste der Jugendspielerinnen und fuhren damit gut, mit einem positiven Punktekonto ist sogar noch die Vizemeisterschaft drin.
Erstmals geht in diesem Jahr ein Seniorenteam in der Bezirksklasse an den Start, mit den Stammkräften Thomas Roll, Edgar Jüngling und Hans Sebastian spielt man um den Titel mit.

Die Jungen I spielen mit Jona Kotschner, Philip Peters, Piet Herr und Raphael Brakopp in der höchsten Spielklasse des Verbands und überzeugten mit sieben Siegen aus neun Partien auf der ganzen Linie. Einzig am übermächtigen TSV Herrlingen scheint das junge Herrenberger Nachwuchsquartett in diesem Jahr nicht vorbei zu kommen.
Die Jungen II mit Spitzenspieler Henry Göttler belegen in der Kreisliga einen guten vierten Platz, Tabellenführer TSV Malmsheim ist nur zwei Punkte entfernt.
Philipp Weiland überzeugte als Spitzenspieler der Jungen III und hatte entscheidenden Anteil daran, dass der Klassenerhalt in der A-Klasse geschafft wurde.
Die vierte Mannschaft belegt mit einem ausgeglichenen Punktekonto Platz vier in der Kreisklasse B.
Reichlich Wettkampferfahrung sammelten die Minis Finn Bühler, Simion Kotschner, Moritz Wirth und Pauls Klaus in der U12-Nachwuchsliga.
Die U18-Mädchen mit Doppel-Vereinsmeisterin Corinna Thiele rutschten zuletzt nachträglich in die Landesliga hoch und müssen dort etwas Lehrgeld bezahlen.

Rückrundenauftakt ist Mitte Januar, dann stehen für die Landesliga-Herren (gegen Kusterdingen am 22. Januar) und die Bezirksliga-Herren (gegen Calmbach II am 21. Januar) bereits wichtige Partien auf dem Programm. Die Verbandsklasse-Jungs starten bereits eine Woche vorher mit einem Doppel-Heimspieltag gegen den Zweiten SC Staig und den Fünften SC Vöhringen.

Thomas Holzapfel

 

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VfL Herrenberg - Abteilung Tischtennis
Seitenanfang Letzte Änderung am 02.01.2012 VfL Herrenberg