Bericht 8. Spieltag RR

 

 

Steckt man mitten im Abstiegskampf, klebt einem auch das Pech am Schläger. Diese Erkenntnis machten die Verbandsklasse-Männer in ihrem Heimspiel gegen den SSV Ulm, das mit 6:9 recht knapp verloren ging und den Klassenerhalt zwei Spieltage vor Schluss in weite Ferne rückte. Im Landesklasse-Topspiel musste sich die Herrenberger Zweite trotz Bestaufstellung gegen den SSV Schönmünzach mit einem 8:8-Remis begnügen, bleibt im spannenden Titeldreikampf aber weiter im Geschäft.

Zwei Schlüsselmomente gaben im Spiel des VfL Herrenberg I gegen den SSV Ulm den Ausschlag dafür, dass es nicht zumindest zu einem Unentschieden reichte. Domenico Sanfilippo lieferte sich mit Ulms Frank Elseberg zu einem frühen Zeitpunkt der Begegnung ein packendes Einzel, das der Herrenberger nach zwei nicht genutzten Matchbällen mit 12:14 im fünften Satz abgeben musste. Eine weitere Gelegenheit, die gesamte Partie länger offen zu gestalten, bot sich Christian Götzner, der am hinteren Paarkreuz gegen Florian Krüger ebenfalls Matchball hatte – und ebenso unterlag. So stand es 3:6 statt 5:4 – und die Ulmer, die entgegen vorhergegangener Auftritte wieder in bester Formation antraten, ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Für die Herrenberger punkteten bei der 6:9-Niederlage der starke Andrew Schönhaar, der beide Einzel am mittleren Paarkreuz für sich entschied, sowie Max Hering, Georg Gerlach und das Doppel Kristian Tomsic/Georg Gerlach. „Ein Unentschieden lag heute durchaus im Bereich des Möglichen“, haderte Kristian Tomsic nach der Partie. Zwei Spieltage vor Saisonende ist die Situation klar: Die Herrenberger (5:27 Punkte) müssen die beiden Partien gegen Ottenbronn und Rottenburg gewinnen, zudem dürfen die Rottenburger (8:22) an den Wochenenden nach Ostern nicht gegen Staig oder Sindelfingen punkten und auch die TSG Lindau/Zech (6:26) darf höchstens noch einen Sieg einfahren. Nur unter diesen Voraussetzungen könnte es beim VfL Herrenberg noch mit Platz acht klappen, der den Gang in die Relegation zur Folge hätte. Ein schier aussichtsloses Unterfangen.

Nicht gänzlich auszuschließen ist, dass der VfL Herrenberg in der kommenden Saison gleich mit zwei Männerteams in der Landesliga an den Start geht. Die zweite Mannschaft wahrte in der Landesklasse ihre Chancen auf einen der beiden vorderen Plätze. Gegen den SSV Schönmünzach hatte man sich in Bestbesetzung allerdings etwas mehr ausgerechnet als nur ein 8:8. In einem hochklassigen und überaus spannenden Spitzenspiel gab es aus VfL-Sicht diverse Höhen und Tiefen zu verzeichnen. Geburtstagskind Tim Sebastian, der seit dem letzten Spiel gegen Sindelfingen Probleme mit dem Knie hat, kämpfte sich gegen Michael Kocheisen zu einem wichtigen Fünfsatzerfolg (13:11, 12:10, 8:11, 7:11, 11:9). In den anschließenden Einzeln waren die Herrenberger Youngsters nicht mit der Glücksgöttin im Bunde. Piet Herr lieferte gegen Schönmünzachs unangefochtene Nummer eins Fabian Frey (Saisonbilanz bis dato 24:0 Spiele) wohl seine beste Saisonleistung ab, hatte beim 11:10 im fünften Satz auch einen Matchball und musste doch noch gratulieren. Noch dicker kam es für Justin Kühne, der gegen Nico Grözinger ein 10:7 im fünften Satz nicht durchbrachte. Herrenbergs Spielbetriebsleiter Jochen Kugler: „Geht eines dieser beiden Spiele an uns, gewinnen wir die gesamte Partie mit 9:5.“ Jürgen Baier und Martin Gerlach sorgten dann am hinteren Paarkreuz dafür, dass der VfL bei der Musik blieb (4:5). Und es kam noch besser: Piet Herr und Justin Kühne zeigten sich in ihren zweiten Einzeln unbeeindruckt von den zuvor misslungenen Auftritten und brachten mit ihren Erfolgen (und dem von Damir Stefanac) den Tabellenführer mit 7:6 in Front. Jürgen „Jojo“ Baier sicherte dem Team dann das Unentschieden, das nach einer Niederlage von Martin Gerlach und dem Schlussdoppel auf dem Spielberichtsbogen stand. Mit 28:4 Punkten bleibt der VfL Herrenberg II an der Tabellenspitze und hielt die Schönmünzacher (27:5) auf Distanz. An den letzten Spieltagen nach Ostern dürfen sich die beiden Spitzenteams noch mit dem TSV Kuppingen II messen, der sich aktuell mit 25:3 Punkten im Titelkampf in aussichtsreichster Position befindet. Es bleibt spannend.

Die Männer V waren zuhause gegen Tischtennis Schönbuch III, den kommenden Meister der Kreisklasse für Viererteams, beim 0:7 chancenlos. Einzig das Oldie-Doppel mit Albert Türk und Günter Baier schnupperte zu Beginn an einem Punktgewinn. Danach gab es nur noch zwei Satzgewinne in diesem ungleichen Duell zu verzeichnen.

Gewohnt spannend geht es in der Frauen-Bezirksliga zur Sache. Im letzten Heimspiel des Jahres präsentierten sich die Herrenberger Spielerinnen noch einmal in starker Verfassung, konnten die 5:8-Niederlage gegen den Tabellenzweiten aus Renningen allerdings nicht verhindern. Sonja Kugler und Corinna Thiele gewannen jeweils zwei Einzel, außerdem punktete für den Tabellensechsten das Doppel Doreen Pfander/Corinna Thiele.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 25.03.2018 VfL Herrenberg