Bericht 4. Spieltag RR

 

 

War’s das in Sachen Klassenerhalt? Das Verbandsklasse-Team des VfL Herrenberg musste am Wochenende im Kellerduell gegen die TSG Lindau-Zech einen herben Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Die Niederlage von 1:9 überraschte in jeder Hinsicht. In den Spielklassen auf Bezirksebene legten die VfL-Teams hingegen überwiegend erfolgreiche Auftritte hin.

Quo vadis VfL Herrenberg? Vor heimischer Kulisse wurde der Verbandsklasse-Aufsteiger von den Gästen aus Lindau-Zech regelrecht auseinandergenommen. „Wir erwischten einen rabenschwarzen Tag“, sagte VfL-Nummer zwei Kristian Tomsic als Fazit und fügte hinzu: „Der Gegner wollte den Sieg mehr als wir und war auch deutlich besser. Die Lindauer haben einfach an den Sieg geglaubt. Bei uns fehlt beim einen oder anderen Spieler das Kämpfer-Gen.“ Aus den Doppeln ging man in Herrenberg noch mit der Hoffnung, die Partie an sich reissen zu können. Der 1:2-Rückstand ließ noch keine Rückschlüsse zu, wenngleich die klare Dreisatzniederlage des VfL-Spitzendoppels Domenico Sanfilippo und Georg Gerlach doch etwas überraschend kam. Das dritte Doppel mit Max Hering und Andrew Schönhaar hielt nach dem 11:4, 11:8, 6:11 und 11:6 jedoch das Team noch bei Laune. Danach brach allerdings das sportliche Unheil über den VfL herein. Domenico Sanfilippo unterlag in drei Sätzen, Kristian Tomsic gegen einen stark aufspielenden Daniel Reisch in vier Sätzen. Etwas knapper waren die Satzergebnisse am mittleren Paarkreuz, aber auch hier kamen Max Hering und Andrew Schönhaar nicht über die Viersatzdistanz hinaus. Erst Georg Gerlach lieferte seinem Gegenüber Daniel Ammann einen offenen Schlagabtausch, war beim 6:11 im fünften Durchgang auch nicht vom Glück verfolgt. Die Niederlage von Domenico Sanfilippo (1:3 gegen Daniel Reisch) besiegelte dann das sportliche Debakel. 1:9 – damit hatte im Vorfeld sicherlich keiner der Protagonisten gerechnet. Auch nicht der Gegner. „Wir hatten uns auf ein enges Spiel eingestellt“, sagte Kapitän Daniel Rupflin, „und waren am Ende selbst ziemlich überrascht, wie gut es lief. Allerdings haben wir seit langem mal wieder in Bestbesetzung gespielt und in dieser Konstellation ist bei uns einiges möglich, da können wir mit fast jedem Gegner mithalten.“ Die Bodenseestädter (6:20 Punkte) übergaben damit die rote Laterne an den VfL Herrenberg, dem nun bei 5:21 Punkten das Wasser bis zum Halse steht. Angesichts des schweren Restprogramms erscheint es unrealistisch, dass sich die Herrenberger noch auf den rettenden siebten Platz vorarbeiten können. Relegationsplatz acht ist – zumindest nach Pluspunkten – noch in Reichweite, allerdings ist damit zu rechnen, dass der Kontrahent aus Rottenburg in den kommenden Wochen auch noch Punkte einfährt. Beim VfL lebt man für’s Erste vom Prinzip Hoffnung – und vielleicht setzt gerade eine scheinbar aussichtslose Situation ungeahnte Kräfte frei. Beim nächsten Spiel am 10. März dürfte dies wenig nutzen, dann geht’s zu Titelanwärter TTC Ergenzingen.

Im Bezirksoberhaus sind die Männer III des VfL weiterhin dick im Geschäft, gegen die TTF Schönaich fuhr man beim 9:5 den siebten Sieg im dreizehnten Spiel ein. Mit einem 3:0-Traumstart aus den Doppeln hatte der Tabellendritte schon einmal das psychologische Moment auf seiner Seite. Jochen Kugler und Michael Baier retteten mit ihren Einzelerfolgen die Führung in den zweiten Durchgang, in dem es wieder besser lief. Youngster Dominik Glaser, abermals Jochen Kugler sowie Martin Lukas und Michael Baier machten den Heimsieg perfekt. Bei zwei Punkten Rückstand zu Tabellenführer VfL Oberjettingen sind im Titelkampf noch längst nicht alle Fragen beantwortet.

Sieg und Niederlage für die Männer IV in der Kreisliga B-Süd. Zuerst gewannen die Mannen um Kai Schwenk das Verfolgerduell beim SV Leonberg/Eltingen mit 9:5 und hielten so einen Kontrahenten im Aufstiegskampf auf Distanz. Die Voraussetzungen waren gut, am Folgetag einen „big point“ gegen den verlustpunktfreien Tabellenprimus SV Böblingen zu landen. Doch die favorisierten Gäste ließen sich auch von der Herrenberger 7:5-Führung nicht beeindrucken und spielten an den hinteren Positionen und im Schlussdoppel ihre Stärken aus. Die Herrenberger Punkte am Wochenende sammelten Yvon Lusseault (4), Talal El Haj Ibrahim (3), Siddy Hinzke (2), Henry Göttler (2), Maurice Lusseault, Kai Schwenk und drei Doppel.

In der Kreisklasse für Viererteams tauschte der VfL Herrenberg V mit dem VfL Oberjettingen IV die Plätze, die Herrenberger gewannen den direkten Gäuvergleich mit 7:5.Youngster Leo Hiemann war der überragende Akteur in der Halle, er gewann beide Einzel und zusammen mit Thomas Schmidt auch beide Doppel. Auch Günter Baier behielt in den Einzeln eine weiße Weste.

Obwohl der Gegner mit der verbandsliga-erfahrenen Dorothea Ziegler antrat, verkauften sich die Bezirksliga-Frauen im Derby gegen den TTV Gärtringen hervorragend. Bei einer 7:3-Führung fehlte nicht viel zum VfL-Sieg, doch die restlichen vier Einzel gingen an den Tabellendritten aus Gärtringen. Pia Kalmbach gewann zwei Einzel, Sonja Kugler, Doreen Pfander und Jacqueline Pirk je eines.

Recht einseitig verlief das Seniorenspiel in der Bezirksliga zwischen dem VfL und dem TTV Gärtringen. In der Aufstellung Martin Gerlach, Jürgen Baier, Thomas Roll und Holger Salmon war man dem Gegner qualitativ überlegen und gewann sicher mit 7:1.

Als einziger Vertreter aus dem Bezirk war am vergangenen Wochenende der VfL Herrenberg in der höchsten Jugendspielklasse des Verbands aktiv. Mit dem SC Staig traf man im Verfolgerduel der Jungen-U 18-Verbandsklasse auf eine ausgeglichen stark besetzte Mannschaft, die sich dank ihrer spielerischen Qualität am hinteren Paarkreuz mit 6:3 durchsetzte und den Herrenbergern so die vierte Saisonniederlage beibrachte. Justin Kühne holte die einzigen Zähler für den VfL, er hielt sich am Spitzenpaarkreuz gegen Manuel Prohaska und den in der Vorrunde überragenden Andreas Schill schadlos und gewann zusammen mit Maurice Lusseault auch das Doppel. Pech hatte im letzten Einzel der junge Florian Lukas, der sich seinem Kontrahenten Daniel Fischer nur hauchdünn mit 15:17 im fünften Satz geschlagen geben musste. Die zweite für das Wochenende angesetzte Partie fand nicht statt, da Schlusslicht TTF Liebherr Ochsenhausen die Partie absagte. Gleich zwei Spieler und der Fahrer meldeten sich krank. Somit gingen zwei kampflos erzielte Pluspunkte an den VfL-Nachwuchs, der mit 17:9 Punkten auf dem vierten Platz bleibt.

Thomas Holzapfel


 
Home | Aktuell | Abteilungsinfos | Mannschaften | Anfahrtsweg | Gästebuch | Links
 
Seitenanfang Letzte Änderung am 26.02.2018 VfL Herrenberg