Bericht 1. Spieltag RR

 

 

Bei einer zwischenzeitlichen 7:3-Führung schnupperten die Verbandsklassespieler des VfL Herrenberg bei Titelanwärter VfL Sindelfingen an einer großen Überraschung, am Ende reichte es immerhin noch zu einem mehr als respektablen Unentschieden. Die Landesklasse-Männer absolvierten einen erfolgreichen Doppelspieltag mit Siegen über den SV Glatten und den TTV Gärtringen II. Die Männer III in der Bezirksklasse und die Bezirksliga-Frauen rundeten das erfreuliche Punktspielwochenende ab.

„Endlich haben wir uns belohnt“, sagte ein erleichterter Kristian Tomsic nach dem dramatischen 8:8 seines Verbandsklasse-Teams beim favorisierten VfL Sindelfingen und ergänzte: „Im Nachhinein können wir mit dem Punkt natürlich zufrieden sein, auch wenn wir zwischendurch hoch führten. Es war wichtig, dass wir wenigstens das Unentschieden festmachen konnten.“ Doch der Reihe nach: Am Sonntagvormittag präsentierten sich die Herrenberger hellwach und gingen nach den Doppeln mit 2:1 in Führung. Kurios war dabei, dass sich die jeweiligen Doppel zwei, oftmals als „Opfer-Doppel“ tituliert, gegen die Spitzendoppel der Gegner durchsetzten. In den Einzeln sorgte dann Kristian Tomsic, der seit Beginn der Rückrunde am Spitzenpaarkreuz aufgestellt ist, für einen Paukenschlag, als er Sindelfingens Polen Pawel Piotrowski nach fünf hart umkämpften Sätzen in die Knie zwingen konnte. „Ich hatte im vierten Satz bereits zwei Matchbälle und bin froh, dass ich den Fünften dann noch mit 11:8 gewinnen konnte“, so Tomsic, dem damit ein gelungener Einstand an der vorderen Position gelang. Beflügelt von diesem Erfolg ging dann aus Herrenberger Sicht die Post ab. Andrew Schönhaar (3:1 gegen Sven Stolz), Georg Gerlach, Christian Götzner mit einem nicht unbedingt erwarteten Fünfsatzerfolg über Mika Pickan und Domenico Sanfilippo, der ebenfalls den polnischen Spitzenspieler Pawel Piotrowski bezwang, schraubten das Ergebnis auf 7:3. Doch die Sindelfinger gaben sich nicht geschlagen und schafften mit fünf Siegen in Serie noch die Wende, wobei es für die Sindelfinger lediglich beim Fünfsatzsieg von Thomas Barth über Andrew Schönhaar brenzlig wurde. Im Herrenberger Lager sahen einige Schlachtenbummler die Felle davon schwimmen, doch das Doppel Domenico Sanfilippo/Georg Gerlach hielt dem Druck stand und erkämpfte durch ein 11:8, 12:10, 8:11 und 11:16 über Pawel Piotrowski/Sven Stolz das insgesamt leistungsgerechte Unentschieden, das sich nach rekordverdächtiger Spielzeit von vier Stunden und 35 Minuten ergab. Ein Remis, das für die Sindelfinger einen kleinen Rückschlag im Titel-Fernduell mit dem TTC Ergenzingen bedeutete, aber dem VfL Herrenberg zum Rückrundenauftakt viel Auftrieb für die anstehenden Aufgaben im Kampf um den Klassenerhalt geben sollte. Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz (VfL Herrenberg zuerst genannt): Tomsic – Piotrowski 11:9, 6:11, 13:11, 11:13, 11:8; Sanfilippo – Machulka 8:11, 11:5, 11:9, 4:11, 4:11; Sanfilippo – Piotrowski 11:6, 11:7, 11:8; Tomsic – Machulka 8:11, 11:6, 4:11, 10:12.

Durch zwei blitzsauber herausgespielte Siege über den SV Glatten und im Derby gegen den TTV Gärtringen II eroberte die Herrenberger Zweite die Tabellenführung in der Landesklasse. Gegen Glatten gingen zu Beginn zwei Doppel in die Binsen, was der Moral im Team aber keinen Abbruch tat. Tim Sebastian, Piet Herr und Justin Kühne drehten den Spieß schnurstracks wieder um. Obwohl die Nordschwarzwälder mit ihrem Spitzenspieler Matthias Krammer im Gäu aufliefen, kamen sie nicht in die Nähe eines Punktgewinns. Diesbezüglich war die Dominanz des VfL einfach zu groß. Jürgen Baier machte mit seinem zweiten Einzelerfolg an diesem Abend den 9:5-Heimsieg perfekt.

Ohne Jürgen Baier, dafür mit Dominik Glaser, ging am Sonntag ein weiter verjüngtes Herrenberger Team mit einem Altersdurchschnitt von 19 Jahren in das Gäuderby zum abstiegsbedrohten TTV Gärtringen II. So richtig Gegenwehr erfuhr die VfL-Zweite erst, als sie bereits mit 5:0 in Führung lag. Dann mussten Damir Stefanac (gegen Andreas Dannwolf) und Justin Kühne in der Wiederauflage des Bezirksmeisterschaften-Endspiels gegen Glenn Frey gratulieren. Von dem kleinen Zwischentief erholte man sich im Herrenberger Lager wieder recht schnell. Tobias Gawlitza, Dominik Glaser, der am Wochenende überragende Tim Sebastian und Damir Stefanac besorgten mit ihren Einzelsiegen den verdienten 9:4-Gesamterfolg.

In der Bezirksliga hat sich der VfL Herrenberg III mit einem 9:5 gegen den FSV Deufringen endgültig in die Gruppe der Verfolger eingeordnet, die den führenden Teams aus Oberjettingen und Weil der Stadt noch gefährlich werden könnten. Dominik Glaser, Jochen Kugler und Holger Salmon gewannen jeweils zwei Einzel gegen die Gäste, die ohne Spitzenspieler Klaus Miethke in die Gäustadt kamen.

Die Männer V standen in der Kreisklassen-Partie gegen Tischtennis Mötzingen III auf verlorenem Posten. Beim 1:7 ergatterte Kapitän Thomas Schmidt den Ehrenpunkt durch einen Dreisatzerfolg über Mötzingens Nummer eins Alexander Hauser.

Den Bezirksliga-Frauen merkte man im Heimspiel gegen den VfB Cresbach-Waldachtal an, dass sie die rote Laterne weiter im Besitz des Gegners sehen wollen. Sonja Kugler war die Matchwinnerin beim 8:5-Erfolg, die Finanzchefin der Tischtennisabteilung gewann alle drei Einzel. Außerdem punkteten Corinna Thiele (2), Annette Hettler, Pia Kalmbach und das Doppel Thiele/Hettler.

Insgesamt chancenlos war das U 18-Jungenteam im Verbandsklasse-Auswärtsspiel bei Tabellenführer SV Leonberg/Eltingen, wenngleich einige Spiele nur knapp nach fünf Sätzen abgegeben werden mussten. Justin Kühne, der am Wochenende in drei Punktspielen im Jugend- und Herrenbereich im Einsatz war, holte den einzigen Zähler für den VfL (3:1 gegen Jan Thomas Kronich). Im Oberhaus des Jugendtischtennis kann sich der vierte Platz bei den Herrenberger Youngsters aber weiterhin sehen lassen (13:7 Punkte), zumal der Kampf um den zweiten Platz noch nicht verloren ist.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 29.01.2018 VfL Herrenberg