Bericht 5. Spieltag VR

 

 

Verbandsklasse-Aufsteiger VfL Herrenberg sorgt in der Liga weiterhin für Furore, am Doppelspieltag wurden der TSG Lindau-Zech klar die Grenzen aufgezeigt und gegen Tabellenprimus VfL Sindelfingen fehlte beim 7:9 nicht viel zur Überraschung. In der Landesklasse nisteten sich die Männer II nun genauso wie VfL-Dritte in der Bezirksliga in der Spitzengruppe fest.

„Alle, die uns vorher schon als klaren Abstiegskandidaten abgestempelt haben, konnten wir heute eines Besseren belehren“, zeigte sich Andrew Schönhaar nach dem Auswärtstrip bei der TSG Lindau-Zech hocherfreut. Mit 9:2 gewann der Aufsteiger am Bodensee und bejubelte so den zweiten Sieg im zweiten Spiel. In Lindau zeigte sich das Herrenberger Team von Anfang an hochmotiviert, offensichtlich wirkte der 9:7-Erfolg aus der Vorwoche gegen Staig noch positiv nach. Viel hätte nicht gefehlt und der VfL wäre mit einer 3:0-Führung aus den Doppeln gegangen, aber ausgerechnet das Spitzendoppel mit Domenico Sanfilippo und Georg Gerlach musste trotz einer 8:4-Führung im fünften Satz gegen Richter/Kunstmann gratulieren. Diese Scharte wetzten jedoch Andrew Schönhaar/Kristian Tomsic und Max Hering/Piet Herr mit ihren Erfolgen aus. „In den Einzeln waren wir heute sowieso klar besser“, resümierte Andrew Schönhaar weiter. Er und Domenico Sanfilippo hielten sich am vorderen Paarkreuz schadlos, genauso wie Kristian Tomsic und Max Hering in der Mitte. Insofern war die Entscheidung schnell gefallen. Die Partie dauerte – auch auf Grund der langwierigen Anfangsdoppel - gut drei Stunden, fand aber mit dem VfL Herrenberg den verdienten Sieger. Andrew Schönhaar: „Es hat sich heute ausbezahlt, dass wir teilweise bis zu drei Mal pro Woche trainieren. Wir holten weitere wichtige Punkte im Abstiegskampf, das wird uns für die morgige Partie Auftrieb geben. Und wir hoffen, dass wir gegen Sindelfingen nicht untergehen.“ Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Schönhaar – Reisch 11:4, 8:11, 13:11, 11:6; Sanfilippo – Pudlo 11:7, 9:11, 15:13, 11:3; Sanfilippo – Reisch 11:6, 11:9, 8:11, 11:4; Schönhaar – Pudlo 11:6, 12:10, 5:11, 9:11, 11:6.

Vor heimischem Publikum gingen die Herrenberger gegen den Spitzenreiter keineswegs unter. Mehr noch, man brachte den verlustpunktfreien Gegner im Bezirksderby an den Rande einer Niederlage. Ehe es sich die Gäste versahen, lagen sie mit 0:3 im Hintertreffen. VfL-Youngster Sven Stolz: „Unsere Doppel waren heute nichts.“ Dass die Sindelfinger nicht umsonst die Liga anführen, bewiesen sie danach in den Einzeln, in denen sie postwendend den Ausgleich schafften. Erst Max Hering und Georg Gerlach brachten den Gastgeber wieder in Front. Max Hering: „Beim Stand von 6:4 dachte ich schon, dass wir dem Favoriten heute zumindest einen Zähler abknöpfen.“ Doch es kam anders, obwohl Domenico Sanfilippo im Spitzeneinzel gegen den polnischen Neuzugang Pawel Piotroswki nach vier Sätzen die Oberhand behielt. Andrew Schönhaar, Kristian Tomsic, Georg Gerlach und Piet Herr mussten im zweiten Einzeldurchgang passen, so dass sich die Sindelfinger mit einer 8:7-Führung ins Schlussdoppel bugsierten. Doch auch in diesem bahnte sich erst einmal keine Entscheidung an: Sanfilippo/Gerlach fanden zuerst besser ins Spiel, gewannen die ersten beiden Sätze mit 11:7 und 11:5. Der VfL Herrenberg schnupperte an der großen Überraschung in Form eines Unentschiedens. Doch die Gästeformation Pawel Piotrowski/Thomas Barth kam noch einmal auf, gewann die nächsten Durchgänge mit 11:9, 11:9 und 11:7 und sicherte so ihrem Team den 9:7-Gesamtsieg. Noch einmal Sindelfingens Sven Stolz: „Das war heute eine sehr enge Angelegenheit mit einem glücklichen Ende für uns.“ Im Herrenberger Lager zeigte man sich ob des Ergebnisses nur kurz geknickt. Max Hering: „Nach solch einem Spiel ist es natürlich immer schade, wenn man am Ende mit leeren Händen dasteht. Dem Spielverlauf nach wären die Sindelfinger vermutlich auch mit einem 8:8 zufrieden gewesen. Aber wir haben heute gezeigt, dass wir in einer ausgeglichenen Liga auch mit den Topgegnern mithalten können. Nun müssen wir weiter gut trainieren und in jedem Spiel Vollgas geben.“ Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Sanfilippo – Machulka 4:11, 1:11, 16:14, 9:11; Schönhaar – Piotrowski 5:11, 1:11, 7:11; Sanfilippo – Piotrowski 11:13, 11:9, 12:14, 11:9; Schönhaar – Machulka 1:11, 10:12, 12:14.

Ohne den privat verhinderten Christian Götzner taten sich die Herrenberger Landesklasse-Männer im Heimspiel gegen Böblingen II anfangs etwas schwer. Mit einem 1:2 ging es aus den Doppeln, außerdem mussten Damir Stefanac und Tobias Gawlitza gratulieren. „Knackpunkt der Partie war sicherlich der Erfolg von Tim Sebastian über Carsten Nestele, gegen den er nur sehr ungern spielt“, sagte Jochen Kugler rückblickend, „auch der glücklich zu Stande gekommene Sieg von Damir Stefanac über Moritz Walleter war Gold wert.“ Diese beiden Einzel sorgten für die beruhigende 7:4-Führung für den VfL, der mit zwei weiteren Erfolgen von Jochen Kugler und Elmar Fallscheer den Weg ins Schlussdoppel noch vermeiden konnte. Kugler: „Irgendwie liegen uns die Böblinger nicht so.“ Nach diesem 9:5-Erfolg lief es am Sonntag gegen Aufsteiger TTC Ottenbronn II besser. 7:2 stand es nach den Doppeln und dem ersten Einzeldurchgang. Besonders souverän agierten Christian Götzner und Damir Stefanac, die in ihren Einzeln ohne Satzverlust blieben. Danach machten Tim Sebastian und Jürgen „Jojo“ Baier den Sack zu (Endstand 9:4). Mit 6:0 Punkten schlossen die Herrenberger nunmehr zum spielfreien Tabellenführer TSV Kuppingen II auf.

Den dritten Sieg im vierten Spiel bejubelten die Männer III in der Bezirksliga, gegen Aufsteiger SpVgg Warmbronn wurde man in der Aufstellung Jochen Kugler, Elmar Fallscheer, Holger Salmon, Justin Kühne, Yvon Lusseault und Maurice Lusseault der Favoritenrolle gerecht. Beim Stand von 4:3 sorgte ein unnachahmlicher Zwischenspurt für die Entscheidung, am Ende stand ein souveräner 9:4-Erfolg auf dem Spielprotokoll.

Sieg und Niederlage für die Männer IV in der Kreisliga B-Süd. Am Sonntag beim 9:5-Erfolg bei der SpVgg Aidlingen III überzeugte man vor allem in den Doppeln, Talal El Haj Ibrahim und Michael Schrottwieser gewannen zudem jeweils zwei Einzel. Zuvor setzte es am Samstag bei Spitzenreiter SV Böblingen IV eine 4:9-Niederlage. Da lief es in den Doppeln überhaupt noch nicht, einzig Talal El Haj Ibrahim (2), Yvon Lusseault und Sebastian Schuppel ergatterten Zählbares.

Die Tour nach Oberschwaben mit zwei Spielen in Rot an der Rot und in Ochsenhausen überstand das Nachwuchsteam des VfL Herrenberg ohne Niederlage. Beim TSV Rot an der Rot hatte der VfL bei einer 5:2-Führung den Gesamterfolg auf dem Schläger, aber in drei hart umkämpften Partien sicherte sich der Aufsteiger noch das glückliche Unentschieden. Auf Herrenberger Seite blieb Justin Kühne ohne Niederlage. Kühne setzte auch bei den TTF Liebherr Ochsenhausen die Akzente und war beim 6:3-Erfolg an der Hälfte der VfL-Zähler beteiligt. Außerdem punkteten Felix Lusseault (2), sein Bruder Maurice Lusseault und das Doppel Justin Kühne/Maurice Lusseault. Durch diese positive Auswärtsbilanz am Doppelspieltag schafften die Herrenberger Youngsters in der höchsten Jugendspielklasse den Sprung auf Rang vier.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 16.10.2017 VfL Herrenberg