Bericht 4. Spieltag VR

 

 

Mit einem 9:7-Erfolg über den SC Staig II gelang Verbandsklasse-Aufsteiger VfL Herrenberg der erhoffte erfolgreiche Start in die neue Saison. In der gut vier Stunden andauernden Partie, in der mehr als die Hälfte aller Spiele erst im fünften Satz entschieden wurden, wurde den zahlreichen Fans in der Herrenberger Aischbachhalle so ziemlich alles geboten, was das Tischtennisherz begehrt. Erfolgreich waren auch die Männer IV und die Frauen, die allerdings lange nicht so viel zittern mussten.

„Das war natürlich ein Auftakt nach Maß“, sagte Herrenbergs Nummer zwei Andrew Schönhaar nach dem an Dramatik kaum zu überbietenden 9:7-Sieg über den Vorjahresdritten aus Staig, der sich das Gastspiel im Gäu sicherlich etwas einfacher vorgestellt hatte. Schönhaar selbst war es, der mit einem wichtigen Erfolg am vorderen Paarkreuz sein Scherflein zum gelungenen Saisoneinstand des VfL beisteuerte. Musste er im Doppel an der Seite von Kristian Tomsic (2:3 gegen das Staiger Spitzendoppel Manuel Sabo/Kevin Kaiser) noch passen und trotz eines guten Auftritts auch das erste Einzel gegen Manuel Sabo abgeben, war er beim Stand von 5:5 gegen Kevin Kaiser obenauf. „Im ersten Einzel verlor ich zu Beginn des fünften Satzes den Faden, als mein Gegenüber aus Frust nach einem entgangenen Punktgewinn den Schläger in Richtung der Zuschauer beförderte. Ab da verlor ich meinen Rhythmus“, schildert Schönhaar die Szene und war sichtlich erleichtert, dass er dafür im zweiten Einzeldurchgang nervenstark agierte und den wichtigen Zähler für den VfL einfuhr. Spieler des Abends war allerdings Georg Gerlach, der am hinteren Paarkreuz ungeschlagen blieb und zusammen mit Domenico Sanfilippo auch in den Doppeln brillierte. Dabei hatte es bei den beiden am Vortag im Training noch alles andere als gut ausgesehen. „Die beiden spielten unterirdisch“, erinnert sich Andrew Schönhaar.

Bis es zum Schlussdoppel kam, mussten die Herrenberger zuerst einen 1:4-Rückstand aufholen. Dies gelang, weil Neuzugang Kristian Tomsic einen gelungenen Einstand am mittleren Paarkreuz feierte und neben Georg Gerlach (2) und Andrew Schönhaar auch Max Hering (2) und Domenico Sanfilippo eminent wichtige Punkte einfuhren. Die Dramatik erreichte dann im Schlussdoppel ihren Höhepunkt. Trotz eines 1:2-Satzrückstands gaben sich Domenico Sanfilippo und Georg Gerlach gegen Sabo/Kaiser in keiner Phase der Partie geschlagen, gewannen die Durchgänge vier und fünf noch mit 11:7 und 11:9 und brachten so den 9:7-Gesamtsieg unter Dach und Fach. Bei Spielern, Betreuern und nicht zuletzt bei den Fans kannte der Jubel danach keine Grenzen. Andrew Schönhaar: „Nun wollen wir möglichst gegen Lindau nachziehen. Dieser Gegner befindet sich auch in Reichweite. Wir hoffen auf den Traumstart von zwei Siegen, der uns im Kampf um den Klassenerhalt alle Optionen offen lassen würde.“ Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Sanfilippo – Kaiser 11:5, 10:12, 12:10, 8:11, 7:11; Schönhaar – Sabo 10:12, 11:6, 9:11, 11:9, 6:11; Sanfilippo – Sabo 11:6, 11:7, 11:8; Schönhaar – Kaiser 11:9, 11:8, 6:11, 8:11, 11:9.

Parallel bekamen es die Männer IV in der Kreisliga B mit dem TTV Gärtringen V zu tun. Das Gäuderby war recht schnell entschieden, nachdem es mit einer 2:1-Führung aus den Doppeln ging und sich zudem die Herrenberger Spitzenspieler Yvon Lusseault und Siddy Hinzke in ihren ersten Einzeln keine Blöße gaben. Steffen Hinzke ließ dann in einem Fünfsatzkrimi gegen Gärtringens Youngster Lars Seufert noch einen gegnerischen Zähler zu, das kurze Strohfeuer der Gäste wurde im Anschluss aber wieder im Keim erstickt. Michael Schrottwieser, Kapitän Schwenk sowie abermals Yvon Lusseault und Siddy Hinzke stellten die Weichen endgültig auf Sieg – Endstand 9:2.

Die Herrenberger Fünfte ist im Bezirkspokalwettbewerb ins Achtelfinale vorgestoßen. Die Routiniers Werner Hettler, Albert Türk und Günter Baier ließen gegen den SV Gebersheim IV nichts anbrennen und gewannen mit 4:0.

„Eine 4:8-Niederlage wäre heute durchaus realistisch gewesen“, machte Herrenbergs Bezirksliga-Spielerin Jacqueline Pirk vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Weil der Stadt II eine Hochrechnung. Doch es kam ganz anders: Auch ohne Urlauberin Doreen Pfander wuchsen die Herrenberger Spielerinnen in ihrem zweiten Heimspiel buchstäblich über sich hinaus und fertigten den Gegner mit 8:1 ab. Stark in Form präsentierte sich Sonja Kugler, die am Spitzenpaarkreuz lediglich einen Satz abgeben musste. Aber auch Corinna Thiele, Jacqueline Pirk und Mia Zottl kamen in den Genuss des Punktens.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 09.10.2017 VfL Herrenberg